(...) Großmutter hatte Angst vor dem Tod. Sie gab es zwar nicht zu, sagte sogar mit einer Bescheidenheit, die von nicht geringem Hochmut zeugte, sie fürchte allein das Gericht Gottes, vor dem sie eines Tages stehen werde - doch ich hatte ihre Angst entdeckt, als sich uns im Biblischen Zoo einmal ein Pfau in den Weg stellte.
Die Kunde vom Zoo, den Vater und ich bereits an jenem Schabbat besuchten, da er dem Publikum erstmals seine Tore öffnete, hatte Großmutter von unserem Nachbarn Reb Jizchok Bak vernommen, einem Künstler, der naiven Laubhütten-Schmuck und Misrach-Bilder malte. »Wirklich, wie lebendig«, hatte Großmutter seine vier Tierdarstellungen gelobt, die an der Saaldecke der großen Talmudschule in Mea Sche'arim den Lernenden das Gebot veranschaulichen sollten: Sei mutig wie ein Leopard, leicht wie ein Adler, schnell wie ein Hirsch, und stark wie ein Löwe, den Willen deines Vaters im Himmel zu erfüllen; und dann hatte sie gesagt, in ihren Augen sei er ein ebenso verständiger Künstler wie Bezalel ben Uri, der in biblischer Zeit die Stiftshütte und das kunstvolle Gerät für den Tempel gefertigt hatte. »Wahrhaft groß aber sind die Werke unseres Gottes«, hatte darauf der gottesfürchtige Bak bescheiden geantwortet, sich den spitzen Bart gestrichen und sich mit den Fingern durch das ergrauende Haar fahrend, hatte er gemeint, statt dieser armseligen Imitation von Menschenhand solle sie doch lieber in den Zoo gehen und mit eigenen Augen das Werk Seiner Hände bewundern, denn wer in den Wolken könnte Gott gleichen, und wer ihm gleich sein unter den Gottessöhnen?
Seitdem besuchte Großmutter regelmäßig den kleinen Jerusalemer Zoo am nördlichen Ende der Stadt, der in Folge des Unabhängigkeitskrieges vom Scopusberg hierher verlegt worden war. Hin und wieder kam sie unter der Woche vormittags zu uns und holte mich ab. Sie hatte Mutters ausdrückliche Einwilligung, die meinte, es werde ihrem Sohn schon nicht schaden, wenn auf seinem Jahreszeugnis der dritten Klasse einige Fehltage stünden.
Die Gründer des Zoos hatten sich vorgenommen, hier alle Tiere zu versammeln, die namentlich oder auch nur in Andeutungen in der Bibel erwähnt werden - angefangen bei der Schlange, die listiger war als alle Tiere auf dem Felde, und dem Krokodil, großer Drache, der in seinem Strom liegt, bis hin zum Wiedehopf, jenem legendären Wildvogel, der im Auftrag des Königs Salomo zur Königin von Saba geflogen sein soll, um ihr im Schnabel den Drohbrief des Königs zu überbringen. Der Zoo beflügelte Großmutters Phantasie. Ohne es zu merken, war sie dem Zauber des zionistischen Traums gefolgt, der die Realia von Flora und Fauna aus biblischer Zeit, welche über Generationen als wilde Zyklame oder abgestreifte Schlangenhaut zwischen den Seiten des Buches der Bücher vor sich hingetrocknet waren, wieder mit den konkreten, ziemlich wilden Landschaften dieses Landes verbinden wollte. Großmutter ging gerne mit mir dort spazieren, zwischen den Käfigen in dem kleinen Kiefernwäldchen, welches in das einsame Wadi hinabführte, dessen Verlauf die Grenze zu Jordanien markierte. Mit einer Mischung aus Angst und Staunen beobachtete sie die syrischen Bären, die sich im Kampf ineinander verbissen, las danach die Worte des weisen Königs Salomo mit der ihr aus der Synagoge bekannten Melodie, denn Salomo hatte verstanden, was ein röhrender Esel sagte und was ein zwitschernder Vogel sprach: Lieber einer Bärin begegnen, der die Jungen geraubt sind, als einem Toren in seiner Torheit. Die Verse standen immer neben dem wissenschaftlichen Namen der Tiere auf kleinen Tafeln. Großmutter suchte nach den Klippdachsen, die sich in den künstlich geschaffenen Felsspalten versteckten, und las dort: Die Klippdachse sind ein schwaches Volk, dennoch bauen sie ihr Haus in den Felsen, oder sie blieb am Gehege der Strauße stehen, betrachtete lange ihre großen, auf der Erde liegenden Eier, und nachdem sie mit großem Pathos die Worte Gottes aus dem Wettersturm an Hiob rezitiert hatte, Lustig schlägt der Fittich der Straußin... sie übergibt ja ihre Eier dem Erdreich, läßt sie erwarmen im Staub, erzählte sie mir, ihr Vater, der Erste Sekretär des Konsuls von Österreich Ungarn in Jerusalem, habe in Wien gelernt, in winzigen, kunstvollen Buchstaben auf Straußeneier zu schreiben. Auf dem Heimweg, am Grundstück des Schneller-Waisenhauses, wandte sich Großmutter stets von dem drohenden Kirchturm ab, um das in Stein gehauene deutsche Lamm Gottes nicht sehen zu müssen, das dort stolz, mit einer Kreuzritterfahne am Schwanz, seinen Huf auf den Erdball setzte. Wir Juden müßten stolz auf unsere Vorfahren sein, sagte sie, weil sie der Welt das Buch der Bücher gegeben haben - in dem, wie wir ja gesehen hatten, alles geschrieben stand, denn es gebe kein vollkommeneres Buch als dieses, nicht oben im Himmel und nicht drunten auf der Erde.
Nur einem Tier im Zoo wollte Großmutter auf keinen Fall von Angesicht zu Angesicht begegnen; mit den verschiedensten, unglaubwürdigen Ausreden mied sie - den Pfau. Der Name dieses Vogels aus der Familie der »Fasanenartigen« erscheint zwar nicht ausdrücklich in der Bibel, doch derjenige, der den Zoo eingerichtet hatte, berief sich vermutlich auf die aramäische Bibelübersetzung Tirgum Jonathan und auf die Vulgata, wo jene tuki'im-Vögel, die König Salomo auf Schiffen von Tarsis zusammen mit einer Herde Affen ins Land hatte bringen lassen - als »Pfaue« übersetzt wurden, weshalb man auch sie in den Zoo auf genommen hatte. Die erwachsenen Pfaue liefen zwar frei auf dem Zoogelände herum, zogen sich aber gerne in entlegenere Winkel zurück, in die keine Besucher kamen, und nur manchmal, vor allem in den Morgenstunden, erschienen sie plötzlich aus ihrem Versteck und stolzierten auf den Wegen. Eines Morgens - es sollte, wie mir später klar wurde, unser letzter gemeinsamer Zoobesuch sein - tauchte plötzlich ein Pfau vor uns auf. Großmutter versuchte, schnell einen anderen Weg einzuschlagen, doch ich blieb wie angewurzelt stehen und betrachtete verzaubert diesen Vogel, der seinen langen, königlichen Schwanz schwer über die lehmige Erde schleifte. Der Pfau blickte uns mit kleinen Augen an, hob dann, wie auf einen inneren Befehl in einer unbeschreiblichen Bewegung die Schwanzfedern und spreizte sie zum Fächer, so daß uns unzählige in Grün, Blau und Gold leuchtende Augen anschauten. Die Vorstellung war atemberaubend. Großmutter verhüllte ihr Gesicht mit dem Schal, den sie um die Schultern trug, so wie Elia auf dem Berg Horeb sein Antlitz mit seinem Mantel verhüllt hatte, doch als der Vogel seinen Schwanz und seine Flügel erzittern ließ, den Schnabel aufsperrte und schrie, daß einem das Blut in den Adern gerann, ergriff sie fest meine Hand, zog mich fort und murmelte entsetzt: »Wir dürfen hier nicht länger sein.«
Ohne ein Wort zu sprechen eilten wir nach Hause, rannten beinahe zwischen den Steinhäusern mit den roten Dächern entlang, in denen die Lehrer der Schneller-Schule wohnten, und erst als wir schon mitten in Mekor Baruch waren, und die schrillen Brunstschreie des Pfauen von anderen Geräuschen des Lebens übertönt wurden, erst da brach Großmutter ihr Schweigen, ließ meine Hand aber noch immer nicht los, und sagte: »Hast du die tausend Augen gesehen, mit denen er uns angeschaut hat?«
Abends erzählte ich meinen Eltern von diesem Erlebnis, und Mutter erklärte mir gegen Vaters ausdrücklichen Willen, Großmutter habe in dem Augenfächer des Pfauen den Todesengel gesehen. »Genug«, protestierte Vater, »das Kind muß noch nicht alles wissen!«, doch Mutter, die sich immer geweigert hatte, mir etwas zu verheimlichen, fuhr fort: »Unsere talmudischen Weisen haben sich den Todesengel als ein Wesen mit vielen Augen vorgestellt, dessen Blick vom einen Ende der Welt zum andern wandert«; und in der Todesstunde stehe er mit gezücktem Schwert zu Häupten des Menschen.
Großmutter sprach nicht mehr von dieser unangenehmen Begegnung, die Vater »den Inzident mit dem pave.. nannte, doch einige Wochen später, als wir am späten Vormittag aus Petach Tikwa zurückkamen, von der Hochzeit von Tante Nechamas Sohn Netan'el am Abend zuvor, tauchten die verdrängten Bilder wieder auf. Der Omnibus kroch mühsam die schmale Bergstraße nach Jerusalem hinauf. Großmutter, die nicht gern in anderer Leute Betten schlief, auch nicht bei ihren eigenen Kindern, war auf der Bank hinter uns an Vaters Seite eingenickt. Mutter saß ungeduldig neben mir. Sie fürchtete, unsere Stammkunden könnten, wenn sie vor unserer verschlossenen Tnuva-Filiale stünden, zu den Läden der Konkurrenz gehen, und so redete sie in einem fort. Sie betrachtete die verlassenen, aus nur grob behauenem Stein gebauten Häuser von Lifta, die sich wie sture Ziegen an den steilen Abhang links unterhalb der Straße klammerten, und fragte mich, ob ich eigentlich wisse, daß im Namen dieses arabischen Dorfes, dessen Bewohner 1948 geflohen sind, der alte jüdische Name Menephtoach aus dem Buch Josua anklinge. Für Mutter war diese Busfahrt reine Zeitverschwendung, und sie wollte die Gelegenheit wenigstens nutzen, mir etwas beizubringen.
Großmutter hatte im Halbschlaf den Namen Menephtoach gehört, schlug erschrocken die Augen auf und fragte, ob Pessach schon vor der Tür stehe, denn sie hatte noch nicht mit den Vorbereitungen für das Fest begonnen, ja noch nicht einmal die vielen Eier für die Festwoche eingekauft. Mutter lachte und meinte, wenn dieser Bus weiter so krieche, kämen wir wirklich erst zu Pessach nach Hause.
Vater musterte eingehend das langgestreckte, direkt am Ortseingang gelegene kasernenähnliche Gebäude auf der linken Seite, dort, wo heute die zentrale Busstation gebaut wird. Die kleinen, vergitterten Fenster, die bis zur Hälfte unter der Erde lagen, schauten uns mit verschleierten Augen an. Hinter den staubigen, zerschlissenen Vorhängen verbrachten die Bewohner des »Allgemeinen Altersheims« ihre letzten Tage und warteten auf den Tod; viele nahe und entferntere Bekannte von Großmutter lebten hier. Dann blickte er nach rechts, wo in einem düsteren Gebäude, dessen Untergeschoß hinter einer hohen Steinmauer mit verschlossenem Eisentor verborgen lag, die Anstalt für Nervenkranke Esrat Naschim untergebracht war. Auf dem Balkon, der sich über den ganzen zweiten Stock entlangzog und übermannshoch wie ein Käfig vergittert war, huschten Geistergestalten in Pyjamas hin und her, manche schrien und weinten mit grauenvollen Stimmen. Nachdem Vater sich an den Verrückten sattgesehen hatte, hob er, was mich sehr verlegen machte, zu einem Klagegesang an, wie es die Vorbeter an den Hohen Feiertagen tun: Verwirf mich nicht im Alter, und wenn meine Kräfte schwinden, laß du mich nicht allein. Er sang diesen Psalmvers mit flehender Stimme, zeigte dabei mit der Hand zuerst nach links auf das Altersheim und dann mit einer grandios anmutenden Bewegung nach rechts auf das Irrenhaus und fuhr fort: und nimm den Geist deiner Heiligkeit nicht von mir.
»Da hat dein Vater einmal recht«, sagte Mutter, lauter als nötig gewesen wäre. »Vor dem Schicksal der untätig auf ihren Tod wartenden Alten und vor dem Geschrei der Irren aus diesem Käfig, davor muß der Mensch sich fürchten, aber doch nicht vor den Schreien irgendwelcher dummer Vögel, die in der Brunstzeit nach ihrem Weibchen rufen.« Dann drehte sie sich um und wollte sehen, ob Großmutter den Wink verstanden hatte. Wohl dem, der sich immerzu fürchtet, zitierte Großmutter, um keine Antwort schuldig zu bleiben, und rechthaberisch setzte sie hinzu, wir Menschen, die wir in einer sterblichen Hülle aus Lehm und Staub leben, müssen uns davor fürchten, wenn die Wehen des Alterns einsetzen, und auch vor der letzten Geburt selbst müssen wir uns fürchten.
»Ich habe nie verstanden, warum du über den Tod immer in Metaphern von Geburt und Leben sprichst«, schimpfte Mutter. »Jetzt hör schon auf damit. Ich komme schließlich gerade von der Hochzeit meines Enkels«, unterbrach Großmutter sie und fragte, um das Thema zu wechseln, warum der Bus denn noch immer so langsam fahre.
»Weil ein Lastwagen vor Wallach eine Panne hat und die Straße versperrt.«, antwortete Vater, der nach vorne gegangen war und gerade zurückkam. Und tatsächlich, neben der Leichenhalle des Scha'arej Zedek-Hospitals von Dr. Wallach - dem Krankenhaus fun dem meschiggener daitsch, wie wir es nannten - stand ein mit Hühnern beladener Lastwagen, und hinter ihm, Ladefläche an Ladefläche, ein zweiter Lastwagen, und Arbeiter luden schnell die Hühnerkäfige vom einen Wagen auf den anderen um.
»Siehst du, mein Kind«, sagte Großmutter, als Mutter und Vater kurz vor der Polizeiwache am Machahne Jehuda sich zum Aussteigen bereit machten, »wenn ein Automobil kaputt geht und nicht mehr fahren kann, muß ein anderes Automobil kommen und ihm die Hühner abnehmen, damit sie nicht sterben.«· Und nachdem sie mich prüfend angeschaut hatte, um zu sehen, ob ich sie auch verstand, sagte sie, sie würde sich freuen, wenn ich am Abend zu ihr käme, denn auch wir müßten so eine Art Übergabe machen. (....)


(aus "Stricke" von Chaim Be‘er)
(Originaltitel: Chavalim)
Roman. Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer
Eine Kindheit im Milieu der jüdischen Orthodoxie – Chaim Be ‘ers einmaliges literarisches Zeugnis
Mea Sche ‘arim, das Viertel der ultraorthodoxen Juden im Jerusalem der fünfziger und sechziger Jahre. Es ist eine einzigartige Welt voll biblischer Mythen und Familienlegenden, religiöser Riten und privater Rituale, in die Chaim Rachlevski hineingeboren wird. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der hier seit vielen Generationen der Alltag als täglicher Gottesdienst gestaltet wird, muß sich neuen Fragen, Zweifeln und Ablösungsprozessen stellen. Zwar nahezu unberührt von der Aufbruchstimmung im jungen Staat Israel, gerät die innere Architektur der Personen des Romans dennoch aus den Fugen, da ihnen die reine Selbstdefinition über die Vergangenheit nicht mehr genügt, sie aber noch keinen adäquaten Platz in der veränderten Gegenwart gefunden haben.
In der Familie des Erzählers – Großmutter, Vater und Mutter – gehen alle auf ihre Weise mit dem engen Rahmen der Orthodoxie um. Ganz verlassen kann ihn keiner. Selbst die tiefgläubige Großmutter, die als Einzige mit jener alten Welt fest verwachsen ist, setzt sich über die Tradition hinweg, als sie sich nach dem Tod ihres Mannes selbst Lesen und Schreiben beibringt. Von nun an reichert sie ihre farbenreichen Geschichten von Herkunft und Ewigkeit um all das an, was sie aus den bisher als »weltlich« geschmähten Romanen, Sachbüchern und Zeitungen aufsaugt.
Im Rückblick beginnt der Erzähler das brüchige Verhältnis der Eltern zu einer alles beherrschenden Tradition zu verstehen. Er nähert sich innerlich dem Vater an, der nicht an Gott glaubte und doch mit Inbrunst die Vorschriften befolgte, um ein zaddik , ein Gerechter, zu werden, gegen die der Jugendliche Chaim rebellierte. Die Mutter dagegen führte mit der ihr eigenen schonungslosen Rationalität eine Privatfehde gegen den Glauben und Aberglauben ihrer Umwelt, ohne sich ganz von ihr lösen zu können. Vor allem der Großmutter und der Mutter fühlt sich das Kind verbunden – auch das Teil der Tragödie der elterlichen Ehe. Es ist die Großmutter,die den kleinen Chaim mit ihren Erzählungen in den Bann schlägt und ihn zum Chronisten der Familiengeschichte bestimmt.
Jahrzehnte später wird er als der Schriftsteller Chaim Be ‘er von dieser mitunter archaisch anmutenden fremden Welt erzählen, schon lange dieser Sphäre entflohen und sie sich nun doch wieder gegenwärtig schreibend. In seinem Schreiben muß er nach und nach die gegensätzlichen »Erbschaften« integrieren: die fabulierende Erzählfreude der Großmutter und den Willen zur Unbestechlichkeit der Mutter. Er, der sich am weitesten von seinem Ursprung entfernt hat, befreit sich nun in der Erinnerung von weiteren Stricken: der einstigen naiven Parteinahme des Herzens, die einem Spannungsverhältnis von Sympathie und Distanz weicht.
Chaim Be ‘er beschreibt in seinem autobiografischen Roman ein kompliziertes Geflecht menschlicher Beziehungen in einer Gesellschaft strikter Regeln, die in unserem Kulturkreis noch weitgehend unbekannt ist. Nie zuvor wurde das chassidisch-orthodoxe Milieu in einem Roman von einem Autor geschildert, der ihm selbst entstammt. Die atmosphärische Dichte des in Israel viel beachteten Romans entspringt der Meisterschaft, mit der der Autor eindringliche Bilder und komische Szenen, Gerüche, Schönheiten und Seelenqualen der Vergangenheit in der Erinnerung aufsteigen läßt und zu einer Geschichte formt.
Chaim Be’er wurde 1945 in Jerusalem als Sohn einer orthodoxen Familie geboren. Er arbeitete zunächst als Korrektor, schließlich als Kolumnist für eine große Tageszeitung. Heute ist er Lektor in dem renommierten Literaturverlag Am Oved und unterrichtet Literatur an der Universität Tel Aviv. Sein Werk wurde mit mehreren wichtigen Preisen ausgezeichnet. ›Federn‹, sein erster Roman, 1980 in Israel erschienen, wurde als eines der ungewöhnlichsten Werke der hebräischen Gegenwartsliteratur gewürdigt (dtv)
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