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Gerhard Roth:
"Die Hölle ist leer die Teufel sind alle hier"

Eric Kandel:
"Was ist der Mensch?"
(Rezension)

Almudena Grandes:
"Kleine Helden"

(Rezension)

László Krasznahorkai:
"Baron Wenckheims Rückkehr"
(Rezension)

Amélie Nothomb:
"Happy End"
(Rezension)

Joost Zwagerman:
"Duell"
(Rezension)

Guillermo Arriaga:
"Der Wilde"

(Rezension)

Matthias Nawrat:
"Der traurige Gast"

Andreas Thalmayr:
"Schreiben für ewige Anfänger"
(Rezension)

Kirk Wallace Johnson:
"Der Federndieb"
(Rezension)

Martin Walser: "Spätdienst"
Bekenntnis und Stimmung.
"Das Alter ist ein Zwergenstaat, regiert von jungen Riesen." Wer sagt das? Ein lyrisches Ich zwischen Glücksmomenten und Schwärze, Leere, Sturz. Beim Durchkämmen des Hundefells, beim Aufschneiden eines Apfels oder immer dann, wenn die Berge im Blau stehen, der Wind in den Bäumen rauscht, die Blätterschönheit den Atem raubt, kommt sie auf, die Frage, ob das das Glück sei, denn lange währt es nie. Schon fährt etwas dazwischen, Wörter, die wehtun, ausgesprochen von Anderen, gegen die nur eines hilft: "Sich in Verse hüllen, als wären es Schutzgewänder, schön, weltabweisend, die Einbildung heißt Aufenthalt."
In Martin Walsers neuem Buch finden sich Lebensstenogramme, einmal sind sie lyrisch, dann wieder essayistisch, immer aber berührend, tief empfunden, wahr. (Rowohlt)
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Heinrich Steinfest: "Der schlaflose Cheng. Sein neuer Fall"
Cheng macht Urlaub. Besser gesagt, entfernt er sich räumlich, um fernab von Wien auf andere Gedanken zu kommen. In der Bar seines mallorquinischen Hotels spricht ihn ein Mann an - Peter Polnitz, die Synchronstimme des englischen Weltstars Andrew Wake. Cheng und Polnitz unterhalten sich über Gott und die Welt, gehen aber ohne die Absicht auseinander, sich je wiederzusehen. Ein Jahr später melden die Nachrichten, Polnitz sei wegen Mordes an Wake zu lebenslanger Haft verurteilt worden - und seine Tochter taucht in Chengs Büro auf: Sie überredet ihn, den Fall zu übernehmen und Polnitz' Unschuld zu beweisen. Am Ende kennt er Polnitz besser, als ihm lieb sein kann - und weiß endlich, was er mit dem Rest seines Lebens anstellen soll ... (Piper)
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Gerhard Roth: "Die Hölle ist leer die Teufel sind alle hier"
Der Übersetzer Emil Lanz lebt allein in einem Haus auf dem Lido von Venedig und beschließt, seinem eintönigen Leben ein Ende zu setzen. Auf der Suche nach einem guten Platz zum Sterben betrinkt er sich und schläft ein. Als er erwacht, beobachtet er einen Mord. Aber ist wirklich passiert, was er gesehen hat? Oder ist sein Selbstmordversuch doch gelungen, und er bewegt sich von nun an in einer anderen Dimension? Als einziger Zeuge des Mordes gerät Lanz jedoch in höchste Gefahr. Er, der eben noch sterben wollte, will nur noch überleben und sieht die Welt wie nie zuvor. Welche Rolle spielt die rätselhafte Fotografin Julia Ellis, welche das tote Flüchtlingsmädchen am Strand? Ist die Wirklichkeit tatsächlich nur das, was wir wahrnehmen? Lanz nimmt es mit einem übermächtigen Gegner auf - dem Unsichtbaren. (S. Fischer)
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Umberto Eco: "Auf den Schultern von Riesen. Das Schöne, die Lüge und das Geheimnis"
Lügner, die die Wahrheit sagen, der Klimawandel als apokalyptischer Weltenbrand, die Literatur und das Unsichtbare - kaum jemand kombinierte seine Beobachtungen zu Gesellschaft, Politik und Kultur zu so überraschenden Einsichten wie Umberto Eco. Mit pointierten Analysen zu Literatur und Sprache, zu Kunst, Philosophie und Medien vereint "Auf den Schultern von Riesen" die Quintessenz von Umberto Ecos Gedankenwelt.
In zwölf Vorträgen, die er bis kurz vor seinem Tod in Mailand gehalten hat, scheinen noch einmal alle großen Themen auf, die im Zentrum seines Schaffens standen - messerscharf beobachtet, spielerisch präsentiert und von ungebrochener Relevanz. (Hanser)
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Claudio Magris: "Schnappschüsse"
Dem großen Schriftsteller Claudio Magris widerfahren die verrücktesten Dinge. Als er etwa in Triest von einer Dame erst erkannt wird, als sie den Namen seines Hundes erfährt: "Dann müssen Sie ja Professor Magris sein." Die Realität erscheint komisch, wie in jener New Yorker Kunstgalerie, wo verpackte Gemälde von Besuchern für Avantgarde gehalten werden, und oft genug absurd, wie der Maßnahmenkatalog gegen das "Urinieren in der Öffentlichkeit" der Triester Stadtverwaltung.
Magris zeichnet in diesen Momentaufnahmen aus den letzten zwei Jahrzehnten eine kleine menschliche Komödie, welche die Absurdität und die Poesie unseres Alltagslebens blitzartig hervorscheinen lässt. (Hanser)
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Peter Høeg: "Durch deine Augen"
Simon hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Peter will ihm helfen und nimmt Kontakt mit der Therapeutin Lisa auf. Die Drei waren einst Kindergartenfreunde, doch daran kann sich Lisa nicht mehr erinnern.
Als Forscherin hat Lisa eine Methode gefunden, wie man das Bewusstsein eines Menschen als Hologramm sichtbar machen kann. So will sie Patienten helfen, wieder in eine echte Beziehung zu Anderen zu treten. In ihrem Bemühen, den völlig in sich verschlossenen Simon zu retten, kommen sich Peter und Lisa näher. Auch die verschüttete Kindheit steigt wieder vor Lisa auf. (Hanser)
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Amitava Kumar: "Am Beispiel des Affen"
Mit weit aufgerissenen Augen kommt der indische Student Kailash im Jahr 1990 nach New York. Er passt sich mühelos an, will sich einfügen - mehr noch, er will glänzen. Voller Ironie und Selbstzweifel erzählt er von seinen Jahren auf dem Campus, von den Frauen, in die er sich verliebt, die sich jedoch ziemlich rasch wieder entlieben.
Amitava Kumar entwirft das Porträt von einem, der zwischen den Kulturen steht - und sich dabei nichts sehnlicher wünscht, als flachgelegt zu werden. "Am Beispiel des Affen" ist ein explosiver Einwandererroman, virtuos gefügt aus Text und Bild, Erzählung und Essay, Anekdote und Anmerkung. Ein Lebensroman, der tief eintaucht in die Wirren des Begehrens und der kulturellen Missverständnisse. (Hanser)
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Marente de Moor: "Aus dem Licht"
Als Valéry Barre im Jahr 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindung zum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden. Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung des Films patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert.
Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert. (Hanser)
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Jáchym Topol: "Ein empfindsamer Mensch"
Eine tschechische Künstlerfamilie, eine Art "Lebendes Theater", gastiert beim "Shakespeare Festival" in Großbritannien und wird von Brexit-Anhängern aus dem Land gejagt ("LEAVE MEANS LEAVE! NO CZECH VERMIN!"). Im Campingwagen reisen sie quer durch Europa, gegen den Strom der Flüchtlinge, Richtung Osten. Sie geraten ins russisch-ukrainische Kriegsgebiet, treffen Gérard Depardieu, klauen ihm seinen BMW und machen sich auf den Heimweg nach Böhmen. Ihre Odyssee führt durchs "Labyrinth der Welt" und ins "Lusthaus des Herzens". Als "politischer Gegenwartsroman" wurde Topols neuer Roman in Tschechien gefeiert. Sprachgewaltig und karnevalesk ist Topols heutige Vermessung Europas. Ein Kontinent, der wieder Mauern hochzieht und sich in nationalistische Träumereien verkriecht, während die Suche nach dem Sinn menschlichen Daseins und der eigenen Identität immer weitergeht. (Suhrkamp)
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Jaroslav Rudiš: "Winterbergs letzte Reise"
Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Geboren ist er in Vimperk, dem früheren Winterberg, im Böhmerwald, seit 1986 lebt er in Deutschland. Unter welchen Umständen er die Tschechoslowakei verlassen hat, das bleibt sein Geheimnis. Und sein Trauma. Kraus begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Die Tage, Wochen, Monate, die er mit seinen Patienten verbringt, nennt er "Überfahrt". Einer von denen, die er auf der Überfahrt begleiten soll, ist Wenzel Winterberg, geboren 1918 in Liberec, Reichenberg. Als Sudetendeutscher wurde er nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertrieben. Als Kraus ihn kennenlernt, liegt er gelähmt und abwesend im Bett. Es sind Kraus' Erzählungen aus seiner Heimat Vimperk, die Winterberg aufwecken und ins Leben zurückholen. Doch Winterberg will mehr von Kraus, er will mit ihm eine letzte Reise antreten, auf der Suche nach seiner verlorenen Liebe - eine Reise, die die beiden durch die Geschichte Mitteleuropas führt. Von Berlin nach Sarajevo über Reichenberg, Prag, Wien und Budapest. Denn nicht nur Kraus, auch Winterberg verbirgt ein Geheimnis. (Luchterhand)
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Marco Dinić: "Die guten Tage"
In einem Bus, dem täglich zwischen Wien und Belgrad verkehrenden "Gastarbeiter-Express", rollt der Erzähler durch die ungarische Einöde. Jener Stadt entgegen, in der er aufgewachsen ist. Die Bomben, der Krieg, Miloševic, den er zuerst lieben, dann hassen gelernt hat, und der Vater, für dessen Ideologie und Opportunismus er nur noch Verachtung empfindet, hatten ihn ins Exil getrieben. Entkommen ist er dem Balkan auch dort nicht.
In beeindruckenden Bildern erzählt Marko Dinić zwanzig Jahre nach dem Bombardement von Belgrad von einer traumatisierten Generation, die sich weder zu Hause noch in der Fremde verstanden fühlt, die versucht die eigene Vergangenheit zu begreifen und um eine Zukunft ringt. (Zsolnay)
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Gerald Durrell: "Meine Familie und andere Tiere"
"Auf Korfu zu leben, war ein bisschen so, als wäre man in eine dieser opulenten, komischen Opern geraten."
Man schreibt das Jahr 1935. Die Durrells sind das britische Klima leid. Was also läge näher, als auszuwandern? So kehrt der zehnjährige Gerry gemeinsam mit seinen drei Geschwistern und seiner Mutter Louisa England den Rücken - und betritt eine zauberhafte Welt, die für die ganze Familie prägend sein wird: die griechische Insel Korfu.
In seinen literarischen Erinnerungen erzählt Gerald Durrell, wie sich sein Blick für die Natur öffnete. Und macht dabei so geistreiche wie witzige Beobachtungen über Mensch und Tier. Über die eigensinnigen Einheimischen, die herrlichen Marotten seiner Familie und die tierischen Gäste in ihrem Haus.
Gerald Durrell wurde 1925 im indischen Jamshedpur geboren. Als Kind zog er mit seiner Familie auf die griechische Insel Korfu, wo er ein ausgeprägtes Interesse an der heimischen Tierwelt entwickelte. Später leitete er internationale Expeditionen zur Erforschung seltener Arten, aus denen zahlreiche Schriften und Fernsehdokumentationen hervorgingen, und wurde zu einem weltweit bekannten Tierschützer.
Durrell starb im Jahr 1995 im Alter von 70 Jahren auf der britischen Kanalinsel Jersey. (Piper)
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Kamel Daoud: "Zabor"
Ein Geschichtenerzähler, der Leben verlängern kann.
In seinem zweiten Roman erforscht Kamel Daoud, der für sein Debüt "Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung" von Kritik und Publikum international gefeiert wurde, das menschliche Dasein mit den Methoden aus Tausendundeiner Nacht. Eine große Parabel über die Macht des Erzählens und des Erzählers.
Ismaël, der sich selbst Zabor nennt, verliert früh seine Mutter. Der Vater verstößt ihn, Stiefmutter und Halbgeschwister wollen das Kind nicht im Haus haben. Zabor wächst bei seiner altjüngferlichen Tante und dem stummen Großvater auf. Trost und Zuflucht findet er in der Literatur, er verschlingt alles, was er in die Finger bekommen kann. Viel ist das jedoch nicht in einem algerischen Dorf, das im Süden bereits an die Sahara grenzt, und so beginnt Zabor, seine eigenen Geschichten zu schreiben und entdeckt dabei schon früh ein besonderes Talent: Er hat die Gabe, das Leben von Sterbenden zu verlängern. So lange er über die Leute schreibt, so lange hält er den Tod auf Abstand. Wenn der Arzt und das Heilige Buch nicht mehr helfen können, dann holt man Zabor. So auch, als eines Tages sein Vater im Sterben liegt. Ein kraftvoller Roman, in den Kamel Daoud alles hineingelegt hat, was ihn selbst nicht loslässt: die Liebe zu Algerien, die Frustration über eine Religion, die die Menschen klein macht und einsperrt - und die große Liebe zum Erzählen, zur Literatur, die alles sein kann, Unterdrückungsinstrument genauso wie Mittel zur Befreiung. (Kiepenheuer & Witsch)
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Markus Zusak: "Nichts weniger als ein Wunder"
Von Millionen Lesern sehnsüchtig erwartet - der große neue Roman vom preisgekrönten Autor des Welterfolgs "Die Bücherdiebin"!
Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung. Schließlich ist es Clay - angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust - der beschließt eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst, und seine Familie, zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder. (Limes)
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Matthias Nawrat: "Der traurige Gast"
Es ist der Winter des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Mann ohne Namen beobachtet seine prekäre Nachbarschaft mit wachsender Beunruhigung. Über Gespräche und Begegnungen, den Blick in die eigene Biografie wie auf vergangene Lebensgeschichten, sucht er Antworten auf die Frage nach dem Wesen des Menschen, dem Leben, dem Tod. Er sitzt im Souterrain, bei Dariusz, der einmal Chirurg war und einen Sohn hatte, der in Südamerika ertrank. Oder mit Karsten, dem früheren Studienkollegen, in einer Bar nahe der Charité, wo der als Molekularbiologe beschäftigt ist. Oder bei der alten polnischen Architektin Dorota, deren intellektuelle Energie auf ihn genauso verwirrend wie ansteckend wirkt. Umso tiefer trifft es den namenlosen Gast, dass er - ein Stück selbstgebackenen Kuchen in der Tasche - bei seinem letzten Besuch in ihrer leergeräumten Wohnung steht. Frau Dorota, sagt der Vermieter, hat sich in ihrem Schlafzimmer erhängt. "Der traurige Gast" ist eine Selbst- und Weltbefragung von bestrickender erzählerischer Intensität. Ein philosophischer und zutiefst menschlicher Roman, der weiß, was Verlieren, Verdrängen, Neu-Ankommen bedeuten. Ein Buch vom Überleben, in aller Schönheit, trotz allen Schreckens. (Rowohlt)
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Lewis Dartnell: "Ursprünge. Wie die Erde uns erschaffen hat"
Warum stehen in New York so viele Wolkenkratzer? Warum hat sich dagegen in London ein so weitreichendes U-Bahn-Netz entwickelt? Zufall? Menschlicher Einfallsreichtum? Nein, sagt Lewis Dartnell, die Gründe reichen viel tiefer in die Vergangenheit - bis zur Geburtsstunde unseres Planeten. Denn alles, was unsere moderne Welt ausmacht - seien es Metropolen, technische Errungenschaften oder globale Handelswege -, hat seinen Ursprung in der natürlichen Beschaffenheit der Erde: ihrem Klima, ihrer Landschaft, ihren geologischen Veränderungen. In "Ursprünge" deckt er das Zusammenspiel aus Kräften auf, das die Umwelt geformt, die Evolution gesteuert und letztendlich unsere Gesellschaft gebildet hat.
Lewis Dartnell ist Astrobiologe und Professor für Wissenschaftskommunikation an der Universität Westminster. Für seine wissenschaftlichen Beiträge wurde er vielfach ausgezeichnet. (Hanser Berlin)
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Karl-Heinz Ott: "Rausch und Stille. Beethovens Sinfonien"
Die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens nehmen eine Sonderstellung in der Musikgeschichte ein. Nie zuvor hat reine Instrumentalmusik einen derart vielschichtigen, klanggewaltigen Kosmos erschaffen. Karl-Heinz Ott führt uns durch diesen Kosmos und lässt uns Beethovens Meilensteine ganz neu hören. "Zusammengefaßter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen. Ich begreife recht gut, wie er gegen die Welt wunderlich stehen muß." Was Goethe als das Außerordentliche am Künstler Beethoven hervorhebt, gilt unbedingt auch für das mächtige musikalische Erbe, das dieser der Welt vermacht hat. Er führt die Sinfonik Haydns und Mozarts endgültig über alle bisherigen höfischen, kirchlichen, gesellschaftlichen Normen hinaus. So wortlos diese Musik ist - mit Beethoven wird sie nur umso eloquenter. Karl-Heinz Ott lädt uns ein auf eine literarisch-philosophisch inspirierte Reise durch Beethovens sinfonisches Universum. Er erzählt von den Irritationen, welche die Sinfonien seit jeher hervorgerufen haben, von dem Rausch, in den sie uns versetzen können, und fragt: Warum wühlt diese Musik uns so ungeheuer auf? Und wie lässt sich darüber, was jenseits aller Worte liegt, dennoch sprechen? (Hoffmann und Campe)
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Ralf Georg Reuth: "Kurze Geschichte des Zweiten Weltkriegs"
Der Zweite Weltkrieg ist der Dreh- und Angelpunkt des 20. Jahrhunderts: Ohne ihn kann man weder retrospektiv den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik richtig einordnen noch die Nachkriegszeit mit der Zweiteilung Deutschlands und Europas. Es gibt unendlich viele Einzelstudien, und doch schließt dieses Buch eine unübersehbare Lücke, weil es sich auf die Grundlinien des epochalen Geschehens konzentriert und auf die entscheidenden Fragen: War der Zweite Weltkrieg die Fortsetzung des Ersten? Warum haben die alliierten Kriegsgegner Hitler so lange so falsch eingeschätzt? Wie wurde aus dem europäischen Krieg ein Weltkrieg, und wie beeinflusste das den Mord an den Juden? Welche Rolle spielte die angeblich saubere Wehrmacht? Und warum sind die Deutschen ihrem "Führer" bis in den Untergang gefolgt?
Eine ebenso fundierte wie zugängliche Darstellung des Zweiten Weltkriegs, der Millionen Menschen das Leben kostete und beispiellose Brutalität hervorbrachte. Ralf Georg Reuth liefert ein Gesamtbild, das verstehen lässt, wie es zu dieser Menschheitskatastrophe kam und welche Folgen sie bis heute hat. (Rowohlt Berlin)
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Maarten 't Hart: "So viele Hähne, so nah beim Haus"
Maarten 't Hart gehört zu den herausragenden niederländischen Schriftstellern unserer Zeit. Sein Erzählungsband "So viele Hähne, so nah beim Haus" bringt seine Kunst des pointiert Anekdotischen zum Leuchten: Es gibt die Studentin Letitia, die schamlos ihre Reize einsetzt, um gleichzeitig promovieren und ihr Haus renovieren zu können; es gibt den sturen Bäckergehilfen im Warmond der Fünfzigerjahre, den auch das Bestechungsgeld von 1000 Gulden bei der für seinen Bäcker unangenehmen Wahrheit bleiben lässt, oder die musikalische Rate-Runde, deren Abende empfindlich durch den aufdringlichen Hund eines ihrer Mitglieder gestört wird. Maarten 't Harts Kosmos bevölkern skurrile Figuren, die uns mit ihren allzu menschlichen Schwächen entgegentreten. (Piper)
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Dieter Forte: "Als der Himmel noch nicht benannt war"
Ein Schriftsteller geht durch eine alte Bibliothek. Er will mehr wissen über die Anfänge des Menschen, über seinen Eintritt in die Welt und die Zeit. Wie war sein Weg von den frühen Höhlenmalereien bis zu den ersten Schriftzeichen? Wann entstanden die ersten Geschichten und aus den Geschichten die Erinnerung und aus der Erinnerung die Vergangenheit? Und wie sahen die ersten Städte aus, wie das fünftausend Jahre alte Uruk, das schon Bibliotheken aus Tontafeln kannte?
Dieter Fortes Buch steht am Ende eines lebenslangen Nachdenkens über den Menschen. Woher kommt er? Was macht ihn aus? Was kann er wirklich über die Welt wissen? Es ist eine bewegende Beschwörung der Sprache, unserer größten Errungenschaft. Wenn wir sie verlieren, verlieren wir die Welt. (S. Fischer)
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Javier Marías: "Berta Isla"
Eine große Liebe zerrissen durch ein rätselhaftes Doppelleben - der große spanische Erzähler Javier Marías in Höchstform.
Tomás - halb Spanier, halb Engländer - ist ein Sprachentalent und verliebt in die junge Berta Isla. Sehr früh sind sich beide sicher, dass sie ein gemeinsames Leben wollen. Als er zum Studium nach Oxford geht, bleibt sie jedoch in Madrid zurück - nicht ahnend, dass Tomás dort einen schwerwiegenden Fehler begeht, der beide in eine verhängnisvolle Lage bringt. Um einer Haftstrafe zu entgehen, beginnt er, heimlich für den britischen Geheimdienst zu arbeiten. Schon bald nach seiner Rückkehr vermutet Berta, die inzwischen seine Ehefrau ist, dass Tomás ein Doppelleben führt. Als er dann zu Beginn des Falklandkrieges plötzlich spurlos verschwindet, beginnt sie endgültig zu hinterfragen, wen sie geheiratet hat.
Eine Geschichte über das Warten, die Zerbrechlichkeit der Liebe und die Zerrissenheit zwischen Krieg, Geheimnissen und Loyalität. (S. Fischer)

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Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Enteignung"
Nach seinem erfolgreichen Roman "Fremde Seele, dunkler Wald" schreibt Reinhard Kaiser-Mühlecker über die Umbrüche unserer Gegenwart. Nach Jahren auf Reisen kehrt ein Journalist in den Ort seiner Kindheit zurück, an dem er nie heimisch war. Er schreibt für das kriselnde Lokalblatt, er beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dessen Land enteignet wurde. Rätselhaft und faszinierend sind sie, Ines, Hemma, Flor, und sie ziehen ihn hinein in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen weggenommen wird. Ein existenzieller und aufwühlender Roman darüber, wie diese Welt im Umbruch unsere Gefühle und Beziehungen verändert. Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt von einer Zeit tiefer Verunsicherung - er erzählt von unserer Gegenwart. (S. Fischer)
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Cees Nooteboom: "Venedig. Der Löwe, die Stadt und das Wasser"
Das erste Mal, 1964, in Gesellschaft einer jungen Frau. Dann, 1982, mit dem Orientexpress. Erst beim zehnten Mal das Wagnis: eine Gondelfahrt. Und schließlich, 2018, kappt ein heftiger Sturm die einzige Landverbindung zwischen der Stadt und dem Rest der Welt und sorgt dafür, dass der Gast länger bleibt als geplant.
Cees Nootebooms Liebe zu Venedig, dieser "absurden Kombination von Macht, Geld, Genie und großer Kunst", dauert nun schon über 50 Jahre an. Viele Male hat er die Stadt besucht, wohnt in prachtvollen Hotels und düsteren Apartments, huldigt den Malern und Schriftstellern, die hier lebten und arbeiteten, beobachtet den drohenden Ausverkauf Venedigs ebenso wie das Verhalten der Bewohner und Besucher: klug und selbstironisch, fast zärtlich.
Der große niederländische Autor und Reisende Cees Nooteboom stellt sich die Frage: "Weshalb liebe ich diesen Ort mehr als andere Orte?" In seinen Texten aus drei Jahrzehnten gibt er die Antwort - und setzt Venedig, La Serenissima, ein Denkmal von ungeheurer Strahlkraft.

"An dem Tag, an dem Venedig unter Wasser verschwindet, steigen all die Marmorlöwen auf wie ein tödliches Geschwader, ein letztes Mal noch fliegen sie mit dem Geräusch von hundert Kampfflugzeugen um den Campanile und ziehen dann, einer mächtigen Sonnenfinsternis gleich, über die Lagune hinweg." Mit farbigen Fotografien von Simone Sassen. (Suhrkamp)
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