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Drago Jančar:
"Wenn die Liebe ruht"

Maarten 't Hart: "So viele Hähne, so nah beim Haus"

(Rezension)

Katerina Poladjan:
"Hier sind Löwen"

(Rezension)

Norbert Gstrein:
"Als ich jung war"
(Rezension)

Jiří Kratochvil: "Die niederträchtige Boshaftigkeit des Seins"
(Rezension)

Hugo Claus:
"Der Kummer von Belgien"

(Rezension)

Karel Poláček:
"Die Bezirksstadt"
(Rezension)

Alexander Osang:
"Die Leben der Elena Silber"

Isabel Allende:
"Dieser weite Weg"

Anna Enquist:
"Denn es will Abend werden"
(Rezension)

Salman Rushdie: "Quichotte"
Eine brillante Hommage an Cervantes und ein unverzichtbarer Kommentar zu unseren unsicheren Zeiten.
Salman Rushdies Quichotte ist ein Reisender, der besessen ist von der "unwirklichen Wirklichkeit" des Fernsehens. Er will das Herz der Königin der Plaudersendungen erobern und begibt sich auf eine Reise quer durch Amerika, um sich ihrer als würdig zu erweisen; auf dem Beifahrersitz, Sancho, der Sohn, den er sich immer gewünscht hat.
Rushdie nimmt Quichottes Abenteuer mit in unsere verrückte Gegenwart. Er erzählt dabei auch von Vater-Sohn-Beziehungen, Geschwisterstreitigkeiten, unverzeihlichem Handeln, alltäglichem Rassismus, der Opioidkrise, Cyber-Spionen, Science Fiction, dem Leben des Mannes, der Quichotte geschaffen hat, und nicht zuletzt vom Ende der Welt. (C. Bertelsmann)
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Paulus Hochgatterer: "Fliege fort, fliege fort"
Der Sommer hält Einzug in Furth am See. Während sich die Hotelterrassen füllen und die Schüler auf ihre Zeugnisse warten, nehmen besorgniserregende Ereignisse ihren Anfang. Auf immer grausamere Weise werden Gewalttaten gegen ältere Menschen verübt. Die Opfer scheint nur eines zu verbinden - das Bestreben zu schweigen. Schließlich verschwindet auch noch ein Kind. Der Psychiater Raffael Horn und Kommissar Ludwig Kovacs - das aus den Erfolgstiteln "Die Süße des Lebens" und "Das Matratzenhaus" bekannte Ermittlerduo - beginnen die spärlichen Anhaltspunkte zu verknüpfen und in lang vergangene dunkle Geschichten einzutauchen. Der meisterhafte neue Roman von Paulus Hochgatterer: Spannung auf höchstem literarischen Niveau. (Deuticke)
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Volker Arzt: "Kumpel und Komplizen. Wie die Natur auf Partnerschaft setzt"
Miteinander statt Konkurrenz.
Ist gerechte Partnerschaft mehr als eine Vision? "Homo homini lupus" - nach dem berühmten Satz von Thomas Hobbes ist der Mensch gegenüber seinem Mitmenschen ein Wolf, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Im Tierreich gibt es zahllose Beispiele für Aggression und Futterneid, Gier und Grausamkeit. Und doch lassen sich Wölfe untereinander im Rudel von Regeln und Rücksichtnahme leiten. Auch im Pflanzenreich gibt es seit jeher Symbiosen, wovon beide Seiten profitieren. Der Autor beleuchtet das Phänomen Kooperation in der Natur und illustriert es mit vielen konkreten Beispielen aus der aktuellen Forschung.
Volker Arzt, geboren 1941, ist Diplomphysiker, erfolgreicher Wissenschaftsjournalist und Autor. (C. Bertelsmann)
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Isabel Allende: "Dieser weite Weg"
Der junge, idealistische Katalane Víctor Dalmau beginnt gerade als Arzt zu praktizieren, da bricht der Bürgerkrieg aus. Seine Familie beschließt, das belagerte Barcelona zu verlassen, aber der Marsch über die Pyrenäen endet desaströs. Unterdessen stirbt Víctors geliebter Bruder an der Front, und Víctor bringt es nicht über sich, seiner hochschwangeren Schwägerin Roser, einer angehenden Pianistin aus armen Verhältnissen, die ganze Wahrheit zu sagen. Und auch in Frankreich ist kein Bleiben, deshalb organisiert Víctor für Roser und sich in letzter Minute eine Überfahrt nach Südamerika. Im chilenischen Exil wächst sich ihre Verbundenheit nach und nach zu etwas Größerem aus, ist es Liebe? Rosas harte Arbeit zahlt sich jedenfalls aus, sie wird weithin gefeiert für ihr Klavierspiel. Für sie und Víctor scheint ein spätes gemeinsames Glück greifbar nahe - bis plötzlich eine weitere politische Katastrophe ihre Pläne zu vereiteln droht ...
Wie weit ist der Weg, den wir gehen müssen, um im Leben anzukommen? Isabel Allende erzählt die bewegende Geschichte einer schwangeren Pianistin und eines jungen Arztes, die unversehens in die turbulenten Zeitläufe des vergangenen Jahrhunderts geraten - eine Geschichte von Flucht und Neuanfang und den zärtlichen Verheißungen einer eigentlich unmöglichen Liebe. (Suhrkamp)
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Fernando Aramburu: "Langsame Jahre"
Ein achtjähriger Bub wird von seinen Eltern zu Verwandten geschickt, sie selbst können ihn nicht mehr ernähren. In San Sebastián erwartet ihn eine typisch baskische Familie der 1960er-Jahre: Die Tante hat das Sagen, ihr Mann kriegt den Mund nicht auf. Die Cousine und der Cousin suchen auf verschiedene Weisen neue Freiheiten, von denen die Eltern nichts wissen. Der Bub beobachtet mit den staunenden Augen eines Kindes, wie mühevoll es ist, seinen eigenen Weg zu finden. Doch als er seine Chance bekommt, nutzt er sie.
In "Langsame Jahre" wird beschrieben, wie die Geschehnisse, die in Aramburus Erfolgsroman "Patria" einzelne Familien und schließlich das ganze Land auseinanderbrechen lassen, ihren Anfang nehmen. (Rowohlt)
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Peter Henning: "Die Tüchtigen"
Katharina Weskott wird fünfzig und sieht das mit gemischten Gefühlen. Wird sich ihr Leben, ihre Selbstwahrnehmung durch diesen Einschnitt verändern? Wie werden Andere sie sehen? Um Abstand zu bekommen und gebührend zu feiern, lädt sie gemeinsam mit ihrem Mann drei befreundete Paare für ein Wochenende in ein Luxushotel im niederländischen Zandvoort ein.
In rasant wechselnden Perspektiven entrollt der Roman die Geschichten von acht Menschen, die jeder für sich am Scheideweg angelangt sind, getrieben von der Frage: Was ist noch möglich? Können sie noch einmal durchstarten? Oder droht der gesellschaftliche Abstieg? (Luchterhand)
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Karl-Heinz Ott: "Hölderlins Geister"
Am Eingang des Tübinger Hölderlin-Turms stand jahrelang der Satz aufgesprüht: "Der Hölderlin isch et veruckt gwä!" Ein Verrückter? Ein Revolutionär? Schwäbischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie?
Friedrich Hölderlin, der Mann im Turm, ist umkämpft wie kein zweiter deutscher Dichter. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert vom George-Kreis wiederentdeckt, von den 68ern als Revolutionär gefeiert: In seinem so witzigen wie gelehrten Essay zeigt Karl-Heinz Ott Hölderlin als großen Spiegel Deutschlands. Tübingen ist der Rahmen; dort hat der Dichter den größten Teil seines Lebens zugebracht, dort geistert er bis heute faszinierend umher. (Hanser)
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Egyd Gstättner: "Mein Leben als Hofnarr. Es ist verdammt hart, Egyd Gstättner zu sein"
Ein Roman oder kein Roman? Wahr oder erfunden? Der Autor Egyd Gstättner spielt mit der Figur Egyd Gstättner Verstecken: Was kann man wem glauben?
Ein Schriftstellerleben ist aufregend und glamourös: Einige Jahre vor seinem fünfzigsten Geburtstag hört der Kärntner Schriftsteller Egyd Gstättner M. A. Numminen und wartet bang auf Nachricht seines Verlags. Sein Kind hat hohes Fieber, und aus unerfindlichen Gründen erscheinen seine Beiträge nicht mehr in der Zeitung. Seine Gedanken wandern von Fußball zu Erfolg oder Nichterfolg seiner Kollegen, von seiner Frau zum Landeshauptmann.
Nach der Chronologie eines Tagebuchs erfährt man hier das Intimste eines Schriftstellers - und kann sich nie sicher sein, wen man hier liest: den Autor oder seine Figur. Witz und pointierte Betrachtungen prägen die Erzählungen aus dem Leben des Hofnarren, der alles sagen darf. (Picus)
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Bettina Balàka: "Die Tauben von Brünn"
Ein Brieftaubenzüchter, ein Lotteriegewinn und die Geschichte eines großen Betrugs: die Geschichte des berühmt-berüchtigten Wieners Johann Karl von Sothen.
Spannend und atmosphärisch dicht erzählt: die Geschichte des berüchtigten "Lotteriebarons" Johann Karl von Sothen. Als der Brieftaubenzüchter Wenzel Hüttler 1840 einen Lottogewinn macht, stiehlt Sothen, der im selben Haus wohnt, den Lottoschein und legt so den Grundstein für sein Vermögen. Nach Hüttlers Tod betreibt dessen Tochter die Brieftaubenzucht in Brünn weiter. Sothen fingiert Verliebtheit, und sie hilft ihm gegen ihren Willen beim Betrug der Lotterie: Wenn in Brünn die Ziehung erfolgt ist, kann man in Wien noch setzen, bis der reitende Bote mit den Gewinnzahlen eintrifft. Eine Taube ist jedoch viel schneller ...
Sothen wird unermesslich reich und in den Adelsstand erhoben - doch auch für ihn kommt der Zahltag. (Deuticke)
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Otto Jägersberg: "Liebe auf den ersten Blick"
"Wo ist das Glück? Immer da, wo du nicht bist."
In diesem verspielten Sammelsurium ist das Leseglück auf jeder Seite zu finden. Alltagsbeobachtungen, Anekdoten, kulinarische Erkundungen, Mini-Essays, Gedichte - geistreich, komisch und mit liebender Genauigkeit hält Otto Jägersberg fest, was ihm auf seinen Streifzügen begegnet.
Ein hellwacher Beobachter geht durch die Welt, und was ihm unter die Augen oder zu Ohren kommt, hält er knapp, geschliffen und nie um eine Pointe verlegen fest: das Schöne wie das Lachhafte, das Moderne wie das Zeitlose, das Hehre wie das Skurrile. Sein liebender, aber nicht unkritischer Blick streift Mensch und Tier, Gegenwart und Geschichte, Städte und Landschaften, Kultur und Kulinarik, Passanten und Bücher. Otto Jägersbergs Kurzprosa ist die perfekte Blitzlektüre für Sekunden, die aber lange nachhallen kann. (Diogenes)
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Alexander Osang: "Die Leben der Elena Silber"
Alexander Osang schreibt den großen Roman seiner Familie; es ist der Roman des 20. Jahrhunderts.
Russland, Anfang des 20. Jahrhundert. In einer kleinen Provinzstadt östlich von Moskau wird der Revolutionär Viktor hingerichtet. Wie eine gewaltige Welle erfasst die Zeit in diesem Moment Viktors Tochter Lena. Sie heiratet den deutschen Textilingenieur Robert Silber, folgt diesem anno 1936 nach Berlin und Schlesien, wo sie den Zweiten Weltkrieg überleben. Aber dann verschwindet Robert in den Wirren der Nachkriegszeit, und Lena muss vier Töchter alleine durchbringen. Sie sollen den Weg weitergehen, den Lena begonnen hat zu gehen - hinaus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Aber stimmt diese Geschichte, wie Lena sie ihrer Familie erzählt hat?
2017, mehr als zwanzig Jahre nach Lenas Tod, macht sich ihr Enkel, der Filmemacher Konstantin Stein, auf den Weg nach Russland. Er will die Geschichte des Jahrhunderts und seiner Familie verstehen, um sich selbst zu verstehen. (S. Fischer)
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Sibylle Lewitscharoff: "Von oben"
"Vor dem Tod. Nach dem Tod. Das sind zwei grundverschiedene Arten, die eigene Existenz zu erfahren und auf sie zu blicken. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin oben."
Aus der Vogelperspektive blickt Sibylle Lewitscharoffs unbehauster Erzähler hinab auf sein eigenes Grab, die hinterbliebenen Freunde und Nachbarn, auf Fremdes und Vertrautes in der unter der Hitze stöhnenden Stadt. Körper- und willenlos driftet er durch den Himmel über Berlin, erscheint einmal hier, dann wieder dort, ein stiller Beobachter, Zeuge von Schönem und Schrecklichem, mit übernatürlicher Hör- und Sehkraft begabt, doch zur Handlungsunfähigkeit verdammt. Seine Erinnerungen sind lückenhaft, seine Zukunft ist ungewiss. Was darf er hoffen, was muss er fürchten: Hölle? Fegefeuer? Himmlisches Paradies?
Furchtlos befragt Sibylle Lewitscharoff in ihrem neuen Roman unsere Gottes- und Seinsvorstellung, unsere Wahrnehmung von Ich und Welt, von Leben und Sterben. Am Ende dieser kühnen Seelenreise durch das Berlin der Gegenwart, in das Zwischenreich der Lebenden und Toten löst sich jede Ordnung auf: Sie mündet in eine fiebrige Apotheose, die eine überraschende Selbsterkenntnis bereithält. (Suhrkamp)
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Nora Bossong: "Schutzzone"
Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Bei einem Empfang begegnet sie Milan wieder, in dessen Familie sie nach der Trennung ihrer Eltern im Frühjahr 1994 einige Monate gelebt hat. Die Erinnerungen an diese Zeit, aber auch Milans unentschiedene Haltung zwischen gesuchter Nähe und schroffer Zurückweisung überrumpeln und faszinieren sie zugleich. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät auch Miras Souveränität ins Wanken, ihr Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden.
Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Wie verhält sich Zeugenschaft zur Wahrheit? Und wer sitzt darüber zu Gericht?
Hellsichtig und teilnahmsvoll geht Nora Bossong in ihrem Roman diesen Fragen nach - in privaten Beziehungen wie auf der großen politischen Bühne - und stellt den Konflikten der Vergangenheit die Hoffnung auf Versöhnung gegenüber. (Suhrkamp)
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Ismail Kadaré: "Geboren aus Stein"
Ein Roman und autobiografische Prosa: Ismail Kadarés Reise an den Ursprung seines Erzählens.
Selten geschieht es in der Weltliteratur, dass ein ganzes Werk von einem Ort einzigen ausgeht und immer wieder zu ihm zurückkehrt. Bei Ismail Kadaré ist das Gjirokastra, einst die mächtigste Gebirgssiedlung Albaniens. Große Kastenhäuser ducken sich wie Nester in den Hang. Enge Gassen, verwinkelte Gänge, dunkle Tore. Über allem der Schatten der Burg.
In diesem Labyrinth aus Stein und Geheimnis ist Kadaré geboren. Dort verlebte er seine Kindheit und Jugend und sog unter den Granitdächern von den Großeltern mysteriöse Geschichten von Geistern und Gespenstern in sich auf. Dorthin kehrte er in seinen Büchern immer wieder zurück, auch in seinem letzten Roman "Die Puppe", der diesen Band beschließt und seiner Mutter gewidmet ist. (S. Fischer)
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Richard Wrangham: "Die Zähmung des Menschen. Warum Gewalt und friedlicher gemacht hat. Eine neue Geschichte der Menschwerdung"
Die Erfindung der Todesstrafe hat uns zum Menschen gemacht - das ist die neue aufsehenerregende Theorie des Harvard-Anthropologen und Schimpansenforschers Richard Wrangham. Demnach zähmten sich unsere Vorfahren selbst, indem sie dafür sorgten, dass nur noch diejenigen Gruppenmitglieder sich fortpflanzen konnten, die sozial eingestellt waren. Aggressives Verhalten wurde mit dem Tod bestraft und dadurch aus dem Genreservoir entfernt.
Auf der Basis neuester Forschung von Genetikern, Neurowissenschaftlern, Primatologen und Paläontologen zeigt Wrangham nicht nur, wie wir im Lauf der Evolution durch Anwendung tödlicher Gewalt zu den zivilisierten Wesen wurden, die wir heute sind. Er führt uns auch vor Augen, dass diese Entwicklung zugleich den Grundstein für die schlimmsten unserer Gräueltaten gelegt hat.
Richard Wrangham, geboren 1948, ist Professor für biologische Anthropologie an der Universität von Harvard und einer der führenden Primatenforscher. Er wurde bekannt durch seine langjährigen Studien an wild lebenden Schimpansen in Afrika. (DVA)
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Mircea Cărtărescu: "Solenoid"
Hohn und Spott erntet ein junger Mann in seinem Literaturkreis, als er dort seinen Text "Der Niedergang" zum Besten gibt. Aus ihm wird nicht wie erhofft ein gefeierter Schriftsteller, sondern ein Lehrer in der Vorstadt von Bukarest.
Als dieser namenlose Erzähler jedoch ein Haus in Form eines Schiffes kauft, gerät er in den Bannkreis des Solenoids, einer Art riesiger Magnetspule, die sich unterhalb des Kellers befindet. Deren Gravitationskraft zieht aber nicht nach unten, sondern hebt konsequent alles in die Höhe, was in ihr Umfeld gerät - Menschen, Dinge, ja die Wirklichkeit selbst.
Genial, verrückt, groß: Mit seinem monumentalen Roman hat Mircea Cărtărescu erneut Weltliteratur geschaffen. (Zsolnay)
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Wolfgang Will: "Athen oder Sparta. Eine Geschichte des Peloponnesischen Krieges"
Man schreibt das Jahr 404 v.Chr.: Die einst glorreiche Seemacht Athen kapituliert vor Sparta. Ihre Stadtmauern werden geschleift, die Flotte muss bis auf ein paar Schiffe ausgeliefert werden. Ein Krieg ist zu Ende, der fast 30 Jahre gedauert und Abertausenden den Tod oder das Schicksal der Sklaverei gebracht hat. Was waren die Gründe für dieses größte militärische Kräftemessen, das die Welt bis dahin erlebt hatte? Wie konnte das stolze Athen so vollständig scheitern - und welche Folgen hatte seine Niederlage?
Wolfgang Will erzählt die faszinierende Geschichte des Peloponnesischen Krieges neu. Er beschreibt eindrucksvoll die Hybris der Athener, die sich zwar die Verbreitung der Demokratie auf die Fahnen geschrieben, aber über ihre Bündnispartner eine Tyrannenherrschaft errichtet haben. Er erhellt ihr zynisches Machtdenken, dem der Historiker Thukydides in seiner Darstellung der Ereignisse im sogenannten Melierdialog ein überzeitliches Denkmal gesetzt hat. Doch ebenso wird deutlich, dass die Gegner der Athener - die Spartaner und ihr Peloponnesischer Bund - alles Andere waren als Vorkämpfer der Freiheit, wie sich rasch zeigen sollte, als sie selbst die Vormachtstellung im östlichen Mittelmeer errungen hatten.
Eine spannende Darstellung, eine kluge Analyse und ein Muss für alle, die sich für die Welt der Antike interessieren. (C.H. Beck)
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Tim Flannery: "Europa. Die ersten 100 Millionen Jahre"
Zweifellos verbindet die Landmassen vom nördlichen Skandinavien bis zum südlichen Italien mehr als ein gemeinsamer Name. Aber die Fragen, was Europa, wer Europäer und was europäisch ist, sind heute so umstritten wie selten zuvor.
In seinem beeindruckenden Buch geht Tim Flannery zurück bis zu den Ursprüngen des Kontinents. Vor rund 100 Millionen Jahren entwickelte sich auf der Inselgruppe, die später unseren Erdteil formen sollte, erstmals eine Region mit eigenen Arten. Seitdem ist Europa Schauplatz steter Veränderung, ein Schmelztiegel für Spezies jeder Herkunft.
Von der Entstehung der ersten Korallenriffe über die Ära, als noch riesige Elefanten durch die Wälder zogen, führt uns Flannery durch die Jahrtausende bis ins moderne Zeitalter, in dem der Mensch seine Umwelt mindestens ebenso sehr prägt wie diese ihn. Er erzählt von den oft exzentrischen Forschern, denen wir unser heutiges Wissen verdanken, von ihren abenteuerlichen Erkundungen und spektakulären Entdeckungen. Dabei verwebt er Natur- und Kulturgeschichte zu einer Erzählung darüber, wer wir sind und woher wir kommen - eine Erzählung, die so einzigartig ist wie Europa selbst. (Insel)
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Drago Jančar: "Wenn die Liebe ruht"
Slowenien, Zweiter Weltkrieg: Die junge Medizinstudentin Sonja erkennt in dem SS-Offizier, den sie auf der Straße in Maribor trifft, Ludek wieder, der sie als Kind einmal beim Skifahren aus dem Schnee gezogen hat. Ludek heißt jetzt Ludwig und ist ein überzeugter Nazi. Sonja bittet ihn um Hilfe für ihren inhaftierten Freund Valentin. Für Ludwigs Hilfe zahlt Sonja einen hohen Preis. Doch Valentin, der bei den Partisanen kämpft und später im Kommunismus Karriere macht, dankt Sonja ihren Einsatz nicht.
Stilistisch brillant lotet Jančar in seinem preisgekrönten Roman aus, wie weit wir bereit sind zu gehen, wie der Krieg Beziehungen neu formt und die Liebe, auch wenn das Leben weitergeht, in die Knie zwingt.
Drago Jančar, geboren 1948 in Maribor, lebt in Ljubljana und gilt als der bedeutendste zeitgenössische Autor seines Landes; seine Romane, Essays und Stücke wurden in viele Sprachen übersetzt. (Zsolnay)
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Javier Marías: "Berta Isla"
Eine große Liebe zerrissen durch ein rätselhaftes Doppelleben - der große spanische Erzähler Javier Marías in Höchstform.
Tomás - halb Spanier, halb Engländer - ist ein Sprachentalent und verliebt in die junge Berta Isla. Sehr früh sind sich beide sicher, dass sie ein gemeinsames Leben wollen. Als er zum Studium nach Oxford geht, bleibt sie jedoch in Madrid zurück - nicht ahnend, dass Tomás dort einen schwerwiegenden Fehler begeht, der beide in eine verhängnisvolle Lage bringt. Um einer Haftstrafe zu entgehen, beginnt er, heimlich für den britischen Geheimdienst zu arbeiten. Schon bald nach seiner Rückkehr vermutet Berta, die inzwischen seine Ehefrau ist, dass Tomás ein Doppelleben führt. Als er dann zu Beginn des Falklandkrieges plötzlich spurlos verschwindet, beginnt sie endgültig zu hinterfragen, wen sie geheiratet hat.
Eine Geschichte über das Warten, die Zerbrechlichkeit der Liebe und die Zerrissenheit zwischen Krieg, Geheimnissen und Loyalität. (S. Fischer)
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Michi Strausfeld: "Gelbe Schmetterlinge und die Herren Diktatoren. Lateinamerika erzählt seine Geschichte"
Ein neuer, subjektiver, frischer Blick auf die große Literatur Lateinamerikas. Geschrieben von Michi Strausfeld, die für den Höhenflug der lateinamerikanischen Literatur in Deutschland seit den 1970er-Jahren maßgeblich verantwortlich ist. Und ergänzt mit persönlichen Porträts der führenden Autoren, die sie alle kannte. Eine einzigartige und farbige Darstellung der großartigen Literatur Lateinamerikas in ihrer ganzen Spannbreite von einer der profundesten Kennerinnen weltweit. (S. Fischer)

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Petina Gappah: "Aus der Dunkelheit strahlendes Licht"
Ein großer Roman über ein unbekanntes Stück afrikanischer Kolonialgeschichte, fiktionalisiert zu einer spannenden Abenteuerreise - erzählt von einer der aufregendsten Stimmen unserer Gegenwart.
Seit ihrer Jugend ist Petina Gappah von der Geschichte um David Livingstone besessen - dem berühmten schottischen Missionar und Afrikaforscher, der sich des großen geografischen Rätsels seiner Zeit verschrieben hatte, der Entdeckung der Nilquellen. Aus Faszination wurde ein Roman: Als Livingstone 1873 auf der Suche stirbt, will seine treue Gefolgschaft seinen Leichnam in seine Heimat zurückbringen. So machen sich 69 Gefährten auf den wagemutigen Weg, ihn quer durch Afrika zu tragen, angeführt von einer jungen Frau - Halima, Livingstones scharfzüngiger Köchin.
Es ist eine abenteuerliche und lebensbedrohliche Reise über 1.000 Meilen, auf der ihnen Hunger, Krankheit und Tod begegnen - und immer wieder die Frage: Wie weit sind wir bereit für unsere Freiheit zu gehen? (S. Fischer)
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