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Salman Rushdie:
"Golden House"

(Rezension)

Mich Vraa:
"Die Hoffnung"

(Rezension)

Ildefonso Falcones:
"Die Erben der Erde"

Karl Ove Knausgård:
"Im Winter"
(Rezension)

Thomas Mulitzer:
"Tau"
(Rezension)
 

Attila Bartis:
"Das Ende"
(Rezension)

Gerhard Roth: "Die Irrfahrt des Michael Aldrian"
(Rezension)

Markus Orths:
"Max"

(Rezension)

Wilfried Steiner:
"Der Trost der Rache"
(Rezension)

Norbert Scheuer: "Am Grund des Universums"
(Rezension)



Cǎtǎlin Mihuleac: "Oxenberg & Bernstein"
Die reiche Dora Bernstein und ihr Sohn Ben aus Amerika besuchen Iasi, die Wiege der rumänischen Kultur. Eine junge Frau, Suzy, zeigt ihnen die Stadt. Wenig später macht Ben ihr einen Antrag. Sie heiraten, und Suzy fängt an, sich für die Geschichte ihrer neuen Familie und die ihrer alten Heimat genauer zu interessieren.
Sie stößt auf ein Mädchen, das 1947 mit 17 Jahren nach Wien gekommen ist. Als Einzige einer angesehenen Familie ist es ihr gelungen, das Pogrom in Iasi und den Holocaust zu überleben. Im Wiener Rothschild-Spital findet sie Zuflucht und erweist sich als begabte Schneiderin. Dort trifft sie einen GI, der ihr den Hof macht. Mit diesem beeindruckenden Familienroman ist ein großartiger Erzähler zu entdecken.
Cǎtǎlin Mihuleac, geboren 1960 in Iasi, ist Romancier und Dramatiker. Darüber hinaus schreibt er regelmäßig für rumänische Zeitungen. (Zsolnay)
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David Foenkinos: "Lennon"
Es war ein folgenreicher Tag im Jahr 1975, als John Lennon entschied, keine Bühne mehr zu betreten. Auf der Couch eines Psychoanalytikers sitzend, lässt er seine wilde Zeit Revue passieren: den meteoritengleichen Aufstieg der "Beatles", und wie er daran fast zugrunde gegangen wäre. Er erzählt von seiner einsamen Kindheit, die eine unheilbare Wunde gerissen hat, von seiner vollkommen irren Liebe zu Yoko Ono, den Jahren des Suchens, der Drogen, des Größenwahns - und seinem Kampf für den Frieden. Er hat unsterbliche Lieder geschrieben, und alle Welt meint ihn zu kennen, doch wer war John Lennon wirklich? David Foenkinos führt uns in dieser Romanbiografie ganz nah heran an den Popgiganten, dessen kurzes Dasein nicht nur das Leben von Millionen von Menschen, sondern auch den Lauf der Musikgeschichte für immer geändert hat. (DVA)
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Fernando Aramburu: "Patria"
Zwei Frauen und ihre Familien in einem baskischen Dorf: der spanische "Roman des Jahres", der über eine halbe Million Leser fand und fast ein Jahr an der Spitze der Liste der meistverkauften Bücher stand, von der Kritik bejubelt, in zwanzig Ländern übersetzt wird und schon jetzt auf dem Weg ist, zum Klassiker zu werden.
Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder unter denen leben, die einst schweigend zugesehen hatten, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Bittoris Erscheinen beendet schlagartig die vermeintliche Ruhe im Dorf. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert. Dass Mirens Sohn etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat, ist Bittoris schlimmste Befürchtung. Die beiden Frauen gehen einander aus dem Weg, doch irgendwann lässt sich die lange erwartete Begegnung nicht mehr vermeiden ...
Ein epochemachender Roman über Schuld und Vergebung, Freundschaft und Liebe, der zeigt, wie schnell der innere Kern einer Gemeinschaft zerstört werden kann, und wie lange es dauert, bis die Menschen wieder zueinanderfinden.
Fernando Aramburu wurde 1959 in San Sebastián im Baskenland geboren. Seit Mitte der 1980er-Jahre lebt er in Hannover. Für seine Romane wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.A. dem "Premio Vargas Llosa", "Premio Biblioteca Breve", "Premio Euskadi", und zuletzt, für "Patria", mit dem "Premio Nacional de la Crítica 2017" und auch mit dem bedeutendsten spanischen Literaturpreis, dem "Premio Nacional de Narrativa 2017". (Rowohlt)

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Bernhard Schlink: "Olga"
Ein Dorf in Pommern am Ende des 19. Jahrhunderts. Olga ist Waise, Herbert der Sohn des Gutsherrn. Sie verlieben sich und bleiben gegen den Widerstand seiner Eltern ein Paar, das immer wieder zueinander findet, auch als Olga Lehrerin wird und er zu Abenteuern nach Afrika, Amerika und Russland reist. Vom Kampf gegen die Herero zurückgekehrt, voller Träume von kolonialer Macht und Größe, will er für Deutschland die Arktis erobern. Seine Expedition scheitert, und die Bemühungen zu seiner Rettung enden, als der Erste Weltkrieg ausbricht.
Olga sieht ihn nicht wieder und bleibt ihm doch auf ihre eigene Weise verbunden. Erzählt wird die Geschichte einer starken, klugen Frau, die miterleben muss, wie nicht nur ihr Geliebter, sondern ein ganzes Volk den Bezug zur Realität verliert. Es wird die Frage ihres Lebens: Warum denken die Deutschen zu groß? Wieder und wieder? (Diogenes)
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Heinrich Steinfest: "Die Büglerin"
Tonia Schreiber ist Büglerin. Mit der Hand bügelt sie die Wäsche ihrer vermögenden Heidelberger Kunden. Die Arbeit erledigt sie mit Sorgfalt und Präzision, obgleich sie schlecht bezahlt wird. Denn das Bügeln ist ihre Form der Buße. Sie büßt für eine Tat, die ihr Leben unwiderruflich verändert hat. Ein Leben, das unter den besten Vorzeichen stand: Als Tochter renommierter Botaniker verbrachte sie ihre Kindheit auf einer Segeljacht. Später lebte sie in Wien in der elterlichen, mit Aquarien ausgestatteten Villa und zog gemeinsam mit ihrer Halbschwester ihre Nichte Emilie auf.
Bis Emilie auf tragische Weise starb. Und Tonia alles aufgab, ihre Freundin, ihren Reichtum, die Wissenschaft. Sie verließ ihre Heimatstadt Wien und begann zu bügeln. Doch das Leben ist noch nicht ganz fertig mit ihr. Denn der Zufall spielt ihr etwas in die Hände, das Emilies Tod in ein anderes Licht rückt ... (Piper)
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Siri Hustvedt: "Die Illusion der Gewissheit"
Was ist der Verstand? Wie unterscheidet er sich vom Körper? Kann der Verstand auf Neuronen im Gehirn reduziert werden oder nicht? In ihrem Essay nimmt sich Siri Hustvedt das uralte, noch immer nicht gelöste Geist-Körper-Problem vor und macht deutlich, wie sehr die unterschiedlichen Antworten auf diese Frage tiefgreifende Bedeutung für unser Verständnis von uns selbst haben.
Mit ihrem multidisziplinären Zugang zeigt Hustvedt, wie sehr ungerechtfertigte Annahmen über Körper und Geist das Denken der Neurowissenschaftler, Genetiker, Psychiater, Evolutionspsychologen und der Forscher zur Künstlichen Intelligenz verzerrt und verwirrt hat. In diesem gelehrsamen Essay führt Hustvedt den Leser in verschiedene körperintegrierende Theorien von Bewusstsein ein, die die aktuelle Debatte über Verstand und Körper verändern. Gleichzeitig betont sie, dass keine Idee unantastbar ist. "Zweifel", schreibt sie, "ist nicht nur ein Ausdruck von Intelligenz; es ist eine Notwendigkeit." (Rowohlt)
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H. M. van den Brink: "Ein Leben nach Maß"
Kollege Karl ist ein mustergültiger Eichbeamter: Zuverlässigkeit, Prinzipientreue und unverrückbare Maßstäbe sind seine berufliche Richtschnur. Sein Privatleben ist immer ein Geheimnis geblieben. Und ausgerechnet zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand taucht er nicht auf ...
Der Erzähler, der die Abschiedsrede schreibt, und sein Kollege Karl haben Gaszähler, Thermometer und die Waagen der Einzelhändler justiert - bis die elektronische Waage Einzug hielt. Bis der Supermarkt an die Stelle des Tante-Emma-Ladens trat. Einer aber versuchte dem Wandel bis zuletzt Widerstand zu leisten: Kollege Karl. Eine Geschichte vom Wandel der Zeiten, nicht nur in den Niederlanden - literarisch meisterhaft und glasklar erzählt. (Hanser)
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Michael Wallner: "In Zeiten der Liebe und des Krieges. Die Korff-Saga"
Wiens Glanz und Elend - die Geschichte einer Fabrikantenfamilie.
Im Sommer 1912 erschüttert der Mord an einem Leutnant die angesehene Wiener Familie Korff. Hat Maxim Korff ihn umbringen lassen, um seinen Bruder vor einem Duell mit dem Offizier zu schützen? Schließlich ist der erfolgreiche Unternehmer es gewohnt, die Dinge nach seinen Vorstellungen zu regeln. Dass er seinen Aufstieg vor allem der naturwissenschaftlichen Begabung seiner Frau Livia und dem Vermögen ihrer Familie verdankt, nagt an Maxims Selbstwertgefühl, weshalb er immer wieder außerehelich Bestätigung sucht. Livia, zutiefst unglücklich und einsam, genießt daher die Aufmerksamkeiten des deutschen Burgschauspielers Renè Desny. Und obwohl sie Maxim nach wie vor liebt, beginnt sie eine Affäre mit dem charmanten Mann. Doch dies sind nicht die einzigen dunklen Geheimnisse, die die Familie Korff in den Abgrund zu reißen drohen - zu einer Zeit, als ganz Europa vor dem Abgrund steht ...
(Piper)
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Peter Stamm: "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt"
Das eigene Leben noch einmal erleben. Soll man sich das wünschen?
Christoph verabredet sich in Stockholm mit der viel jüngeren Lena. Er erzählt ihr, dass er vor zwanzig Jahren eine Frau geliebt habe, die ihr ähnlich, ja, die ihr gleich war. Er kennt das Leben, das sie führt, und weiß, was ihr bevorsteht. So beginnt ein beispiellos wahrhaftiges Spiel der Vergangenheit mit der Gegenwart, aus dem keiner unbeschadet herausgehen wird.
Können wir unserem Schicksal entgehen, oder müssen wir uns abfinden mit der sanften Gleichgültigkeit der Welt?
Peter Stamm, der große Erzähler existenzieller menschlicher Erfahrung, erzählt auf kleinstem Raum eine andere Geschichte der unerklärlichen Nähe, die einen von dem trennt, der man früher war. (S. Fischer)
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Govert Schilling: "Einsteins Ahnung. Das Rennen um den Nachweis der Gravitationswellen"
Was Einstein schon vor 100 Jahren wusste.
Anfang des 20. Jahrhunderts sagte Albert Einstein mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie voraus, dass Gravitationswellen existieren. Diese Krümmung des Raum-Zeit-Geflechts konnte jedoch nie bewiesen werden - bis zum Jahr 2016, als Forschern in den USA die wissenschaftliche Sensation gelang, hundert Jahre nachdem Einstein seine Theorie aufgestellt hatte.
Der Wissenschaftsjournalist Govert Schilling schildert in diesem Buch die packende Jagd auf den Nachweis der Gravitationswellen. Dabei zeichnet er die Geschichte und Genese dieses internationalen Forscherprojekts nach, erklärt allgemein verständlich, worum es bei dieser Jahrhundertentdeckung eigentlich geht, und nimmt die Leser mit auf eine verblüffende Reise durch Raum und Zeit. (Piper)
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Wilhelm Genazino: "Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze"
Liebe und Ehe sind ein kompliziertes Geschäft. Die Bilanz ist oft nur mittelmäßig. Muss man es einfach nur häufiger versuchen? Oder gleichzeitig? Oder besser über die eigene Mutter nachdenken? Steckt in der "Ehefrau" nicht von Anfang an die "Ehemalige", das einzig authentische Überbleibsel jeder Ehe?
Wilhelm Genazino erzählt von einem philosophischen Helden, der beim verschärften Nachdenken jede Sicherheit verliert.
Vielleicht muss der Mann die Probe aufs Exempel machen mit allen Frauen, die er im Leben kannte, und die Vergangenheit handfest bewältigen. Die Gelegenheit wird sich bieten. (Hanser)
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Susanne Röckel: "Der Vogelgott"
Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht.
Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen - mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen konnen wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen. In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
Das ist nicht die übliche "Jung und Jung"-Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird. (Jung und Jung)
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Arno Geiger: "Unter der Drachenwand"
Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch?
Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom "Brasilianer", der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich - und von der Liebe.
Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden. (Hanser)
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Jorge Amado: "Tote See"
Jorge Amados "Tote See" ist eine melancholische Liebeserklärung an seine Heimat Brasilien und ein wahres Märchen vom Leben der Hafenbewohner von Bahia, die Tradition, Leid und Liebe an die tote See fesseln. Ein Meisterwerk der brasilianischen Literatur - endlich in neuer Übersetzung.
Jorge Amado zählt zu den größten Klassikern Brasiliens. In seinem Roman "Tote See" erzählt er von den einfachen Menschen an den Kais von Bahia, seiner brasilianischen Heimat. Er fängt die überbordende Energie der multikulturellen Hafenstadt ein, deren Bewohner Lebemänner und Gauner, Prostituierte und Kanuschiffer und Segelflicker sind. Sie führen ein hartes aber intensives Leben - voller Lieder, Mythen, Leidenschaft und Liebe.
Die Kanuschiffer von Bahia sterben jung, so ist es und so war es schon immer. Nur Livia, Bahias Schönste, kann sich nicht an die stürmischen Nächte am Strand gewöhnen, in denen sie bangend nach dem Valente Ausschau hält, dem Segelschiff, das ihren Manuel sicher aus den dunklen Fluten tragen soll.
Wenn die Nacht zu früh hereinbricht und der Wind mit voller Kraft über die See zieht, wird Iemanjá, die Herrin des Meeres, die schönste aller Frauen, einige Männer zu sich holen. Die Klagen der Witwen vermischen sich dann mit den Lustschreien der Frauen, denen die See ihre Männer zurückgeschickt hat. Ein Meisterwerk der brasilianischen Literatur über die Liebe, den Tod und das Meer. (S. Fischer)
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Norbert Gstrein: "Die kommenden Jahre"
Richard erforscht Gletscher, Natascha erforscht Menschen. Als Autorin schreibt sie nicht nur über sie, sondern gibt sich ihnen hin. Eines Tages öffnet sie ihr Haus einer vor dem Krieg geflohenen Familie aus Damaskus. Und Richard? Er desertiert immer weiter aus der eigenen Existenz, träumt von Kanada und zweifelt an jedem Alltag, an der Politik, der Liebe und dem Leben.
Dieses Porträt eines Sommers voller Aufbrüche erzählt von einem Paar im "mittleren Alter", vom Flug der Zeit, vom Anderswerden und vom Älterwerden. Doch nach diesem Buch weiß man: Es geht nicht nur um die kommenden Jahre, es geht um jeden Augenblick des Lebens. (Hanser)
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Jaume Cabré: "Eine bessere Zeit"
Er wollte sie nie, die Textilfabrik, die seit sieben Generationen den Reichtum der Gensanas bedeutete. Miquel wollte ein Leben in Barcelona, eins, das Überzeugungen folgt, nicht dem Geld. Doch mit den Jahren kamen die Niederlagen, dann die Zweifel, und nun zwingt ihn der Tod eines Freundes zurückzukehren ...
"Eine bessere Zeit" erzählt vom Aufbegehren gegen die eigene Familie. Es ist ein Roman über die Kraft der Traditionen, über den Glauben an das Schöne angesichts der verlorenen Zeit - sprachgewaltig orchestriert von Jaume Cabré. Als Miquel den Bruch mit seiner Familie herbeiführt, ist er keine zwanzig Jahre alt. Zusammen mit seinem Jugendfreund beginnt er ein Studium der Literatur an der Universität in Barcelona. Doch schon bald zieht es die beiden aus Faszination für eine Frau in den antifranquistischen Untergrund und sie laden eine Schuld auf sich, die nie mehr vergeht. Als Franco stirbt und Spanien sich verwandelt, muss Miquel nach und nach zurückfinden. Zu einem Leben ohne Idealismus, zu seiner Familie und dem erdrückenden Gewicht ihrer zweihundertjährigen Geschichte ...
Jaume Cabré, geboren 1947 in Barcelona, gehört zu den von Kritik und Publikum heute am meisten geschätzten katalanischen Autoren. (Insel)
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Ralf Rothmann: "Der Gott jenes Sommers"
Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Mathilde, genannt Tilly, mit ihrer Mutter und der älteren Schwester Louisa aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist Louisa plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Tilly unter der Last des Unerklärlichen zusammen.
War Ralf Rothmanns großer, in fünfundzwanzig Sprachen übersetzter Roman "Im Frühling sterben" ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist "Der Gott jenes Sommers" eine ebenso erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: "Ich hab alles erlebt." (Suhrkamp)
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Emanuele Coccia: "Die Wurzeln der Welt. Eine Philosophie der Pflanzen"
Wenn wir über das Leben und dessen Ursprünge sprechen, denken wir an Menschen oder Tiere. Und die Pflanzen? Sie sind nur Gegenstand der Botanik, in der Philosophie spielen sie seit Aristoteles' Vorstellung eines vegetativen Seelenvermögens keine Rolle mehr. Kaum zu glauben, denn sie sind die eigentlichen Erschaffer der Welt. Sie können sich nicht bewegen und sind doch geniale Handwerker, sie vermitteln zwischen Erde und Sonne und besitzen verborgene zweite Körper im Boden.
Emanuele Coccia gibt dem Leser ein neues Bewusstsein für die faszinierende Schönheit der Natur. Denn Pflanzen sind mehr als blühender Zufall, sie sind Grundlage allen Lebens und damit unentbehrlich für unser Wissen über uns. (Hanser)
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Ildefonso Falcones: "Die Erben der Erde"
Die lange erwartete Fortsetzung des Welterfolgs "Die Kathedrale des Meeres"!
Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen.
Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.
Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist. (C. Bertelsmann)
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Alfred Brendel: "Die Dame aus Arezzo. SInn, Unsinn und Musik"
Schubert und Haydn treffen Schwitters und Jandl: Kann das gut gehen? Und ob! In Alfred Brendels neuem Buch mischen sich Musik- und Literaturgeschichte, Texte großer Meister des Unsinns stehen neben Texten über die großen Meister der Musik.
Der Ernst von Schuberts "Winterreise" ist eine ebenso zutiefst menschliche Erfahrung wie die Komik eines Christian Morgenstern, und auch Musik kann sehr viel mit Humor zu tun haben, was viele tiefsinnige Menschen bei Joseph Haydn zum Beispiel gar nicht hören.
Alfred Brendel öffnet uns die Ohren und ermutigt uns zum Unsinn - denn ohne den können wir der Welt auch keinen Sinn abgewinnen. (Hanser)
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Julia Schoch: "Schöne Seelen und Komplizen"
Wer sucht sich seine Erfahrungen schon selbst aus?
Lydia, Alexander, Ruppert, Kati. Sie alle sind Schüler eines Elitegymnasiums der DDR. Während die Einen mit glühendem Blick im "Reimanns" subversive Gedanken diskutieren, sehen die Anderen unschuldig einer sozialistischen Zukunft entgegen. Der Mauerfall trennt sie schlagartig von ihrer Vergangenheit. Schwankend zwischen Hass, Verweigerung und Euphorie hören sie die Beteuerungen ihrer Eltern, dass alles ganz normal sei. Dabei sieht jeder die Explosion 1989 mit anderen Augen. Dreißig Jahre später zieht jeder der Helden Bilanz. Und sieht sich vor große Fragen gestellt: Wie lange verfolgt uns die Vergangenheit, oder verfolgen wir sie? Wie viel sind ihre Erfahrungen wert? Damals sind sie davongekommen, aber sie alle jagen einer Freiheit nach, noch immer. Julia Schoch macht den historischen Umbruch in privaten Leben erfahrbar. Und schreibt damit einen beeindruckenden Gesellschaftsroman für unsere Zeit. (Piper)
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Margriet de Moor: "Von Vögeln und Menschen"
Vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof klafft eine Baugrube. Auf dem schmalen Steg davor begegnen sich zwei Frauen. Schreiend beginnt die jüngere auf die ältere einzuschlagen, bis diese in die Grube stürzt und den Tod findet.
Seit ihrer Kindheit hat Marie Lina den Gedanken an Rache im Herzen getragen, an diesem Tag bricht er sich Bahn. Marie Linas Mann ist Vogelvertreiber am Flughafen, sie führen eine gute Ehe. Die tiefe Wut seiner Frau aber kann er nicht vertreiben. Warum hat Marie Linas Mutter einst einen Mord gestanden, den sie nicht begangen hat?
"Von Vögeln und Menschen" ist ein Roman über drei starke Frauen - spannend, dicht und unglaublich raffiniert erzählt. (Hanser)
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Serhij Zhadan: "Internat"
In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman "Internat" ihren vorläufigen Höhepunkt. Ein junger Lehrer will seinen dreizehnjährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen. Die Schule, in der seine berufstätige Schwester ihren Sohn "geparkt" hat, ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag. Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, öfter als am Tag zuvor. Paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft. (Suhrkamp)
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