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Gerhard Roth: "Die Irrfahrt des Michael Aldrian"
(Rezension)

Sabrina Janesch:
"Die goldene Stadt"

(Rezension)

Virginie Despentes: "Das Leben des Vernon Subutex"

Daniel Kehlmann:
"Tyll"

Leïla Slimani:
"Dann schlaf auch du"

(Rezension)

Egyd Gstättner:
"Wiener Fenstersturz"
(Rezension)

Nadeem Aslam:
"Die goldene Legende"

(Rezension)

Jana Beňová:
"Café Hyena"

(Rezension)

Henning Mankell:
"Der Sandmaler"

(Rezension)

Ida Hegazi Høyer:
"Das schwarze Paradies"

(Rezension)




Ingrid Noll: "Halali"
Karin und Holda sind Kolleginnen und teilen sich das Büro. Vor allem aber verbringen die beiden ihre Freizeit miteinander und teilen ihre Geheimnisse bei der Suche nach dem richtigen Mann. Gerade ist Bonn Hauptstadt geworden, und im Innenministerium gibt es viel zu tun, nicht nur im Vorzimmer, sondern auch in der Dunkelkammer.
Ihr Alltag wird immer spannender - und immer gefährlicher: Schon bald haben sie es nicht nur mit toten Briefkästen, sondern auch mit toten Agenten zu tun. Manchmal hilft nur noch Gegenspionage, um die eigene Haut zu retten.
"Halali" ist eine originelle Mischung aus Kriminalkomödie und Agentenroman. Die große Politik trifft auf die Sehnsucht nach dem kleinen Glück. (Diogenes)
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Attila Bartis: "Das Ende"
András Szabad wächst in einer ungarischen Kleinstadt auf, innig geliebt von seiner Mutter, einer Bibliothekarin. 1956 wird sein Vater wegen Teilnahme am Aufstand verhaftet. Als er nach drei Jahren völlig gebrochen nach Hause kommt, stirbt die Mutter - das Ende einer Kindheit. Mit dem Vater zieht er nach Budapest, und András entdeckt das Fotografieren. Die Kamera wird seine Leidenschaft, das Organ, mit dem er der Welt auflauert, sie sich vom Leib hält und aufs Bild bannt. Nie lässt er sie los, die Kamera ist immer dabei, auch wenn er sich verliebt. Als er Jahrzehnte später vom Unfalltod Évas erfährt, einer nach Amerika emigrierten Pianistin, mit der ihn eine Amour fou verband, beginnt er sein Leben niederzuschreiben - kurze Episoden, gestochen scharfe Dialoge, wie in einem Kammerspiel. Eine unheimliche Kälte und Einsamkeit durchweht diesen Künstlerroman, der um die Frage kreist, woher die Gewalt und die Verletzlichkeit kommen, die András in sich spürt. (Suhrkamp)
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Govert Schilling: "Einsteins Ahnung. Das Rennen um den Nachweis der Gravitationswellen"
Was Einstein schon vor 100 Jahren wusste.
Anfang des 20. Jahrhunderts sagte Albert Einstein mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie voraus, dass Gravitationswellen existieren. Diese Krümmung des Raum-Zeit-Geflechts konnte jedoch nie bewiesen werden - bis zum Jahr 2016, als Forschern in den USA die wissenschaftliche Sensation gelang, hundert Jahre nachdem Einstein seine Theorie aufgestellt hatte.
Der Wissenschaftsjournalist Govert Schilling schildert in diesem Buch die packende Jagd auf den Nachweis der Gravitationswellen. Dabei zeichnet er die Geschichte und Genese dieses internationalen Forscherprojekts nach, erklärt allgemein verständlich, worum es bei dieser Jahrhundertentdeckung eigentlich geht, und nimmt die Leser mit auf eine verblüffende Reise durch Raum und Zeit. (Piper)
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György Dalos: "Der letzte Zar. Der Untergang des Hauses Romanow"
In der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 1918 wurde Zar Nikolaus II. mit seiner Frau und der gesamten Familie von einem Kommando der Tscheka in Jekaterinenburg ermordet. Der Alptraum aller Monarchien, der sich in Aufständen, Verschwörungen und Attentaten schon angedeutet hatte, war Wirklichkeit geworden. In dieser historisch fundierten, lebendigen Darstellung wird deutlich, wie das beständige politische Versagen der Romanow-Dynastie den revolutionären Prozess befeuert hat, den der letzte Zar nicht mehr aufhalten konnte. György Dalos - einer der international profiliertesten Publizisten auf dem Feld osteuropäischer Geschichte - entwirft ein scharf konturiertes Bild der Zaren im 19. Jahrhundert, ohne die Ursachen für die Nöte der Arbeiter und Bauern zu vernachlässigen. Als Nikolaus II. 1894 den Thron besteigt, erweist er sich als unfähig, der vielfältigen Probleme in seinem riesigen Reich Herr zu werden. Katastrophen, Krieg und persönliches Leid, die der Autor eindrücklich schildert, verunsichern den schwachen Herrscher zutiefst, an dessen Hof schließlich der Wanderprediger Rasputin immer größeren Einfluss gewinnt. Als Nikolaus zu Reformen ansetzt, ist es zu spät. Der erfolglos geführte Erste Weltkrieg drängt den Zaren immer weiter in die Defensive, bis er und das Haus Romanow im reißenden Strom der bolschewistischen Revolution untergehen. (C.H. Beck)
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Konrad Paul Liessmann: "Bildung als Provokation"
Alle reden von Bildung. Sie wurde zu einer säkularen Heilslehre, von der wir uns die Lösung aller Probleme versprechen - von der Bekämpfung der Armut bis zur Integration von Migranten, vom Klimawandel bis zum Kampf gegen den Terror. Während aber "Bildung" als Schlagwort omnipräsent geworden ist, ist der Gebildete, das eigentliche Ziel all dieser Bildungsanstrengungen, nicht nur aus dem Wortschatz verschwunden, nein, jeder ernsthafte Bildungsanspruch ist zur Provokation geworden. Die Gründe dafür nennt Konrad Paul Liessmann in seinem neuen Buch. Dafür begibt er sich sowohl in die Niederungen der Parteienlandschaft als auch in die Untiefen der sozialen Netzwerke, er denkt über den moralischen Diskurs des Zeitgeists nach und darüber, warum es so unangenehm ist, gebildeten Menschen zu begegnen. (Zsolnay)
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Stefan Klein: "Das All und das Nichts. Von der Schönheit des Universums"
Stefan Klein erzählt in seinem mitreißenden und zugleich poetischen Buch "Das All und das Nichts. Von der Schönheit des Universums" erstaunliche Geschichten über Raum und Zeit.
Gibt es das Nichts? Sind Raum und Zeit nur Illusionen? Reicht unser Verstand aus, um das All zu verstehen? Und warum sind wir auf der Welt? Die Physik des 21. Jahrhunderts verändert unsere Sicht auf die Welt und uns selbst. Ausgehend von der Blüte einer Rose spürt er der Schönheit des Unbekannten nach, beim Betrachten des Wetters erklärt er die Unberechenbarkeit der Welt, und mittels einer Kriminalgeschichte führt er uns die wahre Gestalt des Raumes vor Augen. Mit großem literarischem Gespür versetzt uns Stefan Klein ins Staunen und nimmt uns mit auf eine Reise in unsere Wirklichkeit, die ganz anders ist, als sie uns scheint. (S. Fischer)
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Lorenz Just: "Der böse Mensch"
Was ist das Böse? Gibt es das überhaupt? Ist der Begriff antiquiert, aufgelöst durch Feindifferenzierungen, oder gewinnt er wieder an Aktualität angesichts unserer Sprachlosigkeit so vielem gegenüber?
Lorenz Just macht sich in seinen Geschichten auf die Suche. Nicht nach klaren Antworten, sondern nach Figurationen des Phänomens. Er nähert sich Personen, ihren Biografien, ihrem Umfeld - Geschichten, Räumen, Menschen, die alle auf irgendeine Weise mit dem kontaminiert sind, was man als "böse" bezeichnen könnte. Die Schuld auf sich geladen haben oder sich schuldig machen, indem sie tun, was sie tun, denken, was sie denken, sagen, was sie sagen. Die Gestalten reichen von einem Mann, der in der Badewanne über sein Leben sinniert und sich als ehemaliger Warlord entpuppt, bis zu sympathischen älteren Bibliotheksbesuchern, die plötzlich ungeahnte Abgründe offenbaren.
Just macht sichtbar, ohne zu werten - und beschwört das Böse als ebenso mächtige wie ambivalente Kategorie herauf. "Der böse Mensch" ist auch ein Buch über die Gegenwart der Erinnerung, das Fortleben vergangener Grausamkeiten in uns allen - und über unterschiedliche Strategien, mit etwas zu leben, wofür es keine Absolution gibt. (DuMont)
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Daniel Kehlmann: "Tyll"
"Tyll", der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann - er veröffentlichte u.A. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du hättest gehen sollen" - ist die Neuerfindung der mythischen Till Eulenspiegel-Figur: ein großer Roman über eine aus den Fugen geratene Welt, über die Verwüstungen durch den Krieg und die Macht der Kunst. Ein Meisterwerk der Sprache, der Bilder und der Fantasie.
Tyll Ulenspiegel - Vagant und Schausteller, Unterhalter und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem Dorf geboren, in dem sein Vater, ein Müller, als Magier und Welterforscher schon bald mit der Kirche in Konflikt gerät. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das vom Dreißigjährigen Krieg verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origines, dem exilierten Königspaar Elizabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben. (Rowohlt)
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Orhan Pamuk: "Die rothaarige Frau"
Ein vaterloser Junge verliebt sich in eine geheimnisvolle rothaarige Frau und setzt damit eine unaufhaltsame Kette von Ereignissen in Gang. Pamuk erzählt mit klassischer Wucht eine Geschichte von Vätern und Söhnen, von Liebe und Verrat, von Schuld und Sühne in einem Land, das noch immer zwischen Tradition und Moderne zerrissen ist.
Als er die Schauspielerin zum ersten Mal sieht, ist Cem nur der einfache Lehrling des Brunnenbauers Murat, der in einem wüstenhaften Vorort von Istanbul endlich auf Wasser stoßen will. Ihr rotes Haar leuchtet wie Feuer, während sie im Theaterzelt in Rostam und Sohrab mitspielt, einem Stück, in dem der Vater, anders als im Ödipusmythos, den Sohn versehentlich tötet. Je mehr der Lehrling sich zu der schönen Rothaarigen hingezogen fühlt, desto mehr entfremdet er sich von Meister Murat, der für ihn wie ein Vater geworden war. Als ein schrecklicher Unfall passiert, flieht Cem in Panik nach Istanbul. Doch wie von einer unwiderstehlichen Kraft angezogen, kehrt er Jahrzehnte später an jenen Brunnen zurück, wo er etwas Ungeheures entdeckt ... (Hanser)
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Julia Encke: "Wer ist Michel Houellebecq? Porträt eines Provokateurs"
Michel Houellebecq ist nicht nur einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart, er ist vor allem und mit großer Lust eines: ein Provokateur, der regelmäßig Debatten auslöst, die weit über das Literarische hinausgehen. Einmal nennt er den Islam die "bescheuertste Religion der Welt", dann preist er die Prostitution als eheerhaltende Maßnahme - und man kann sich nicht sicher sein, ob er das wirklich so meint. Julia Encke, Literaturchefin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", ist ihm immer wieder begegnet und macht sich nun daran, das Leben und Werk dieses großen Dichters zu entschlüsseln. "Wer ist Michel Houellebecq?" fragt nach der Spannung zwischen dem Menschen Houellebecq und dem öffentlichen Bild des Mannes, der mit seinen Romanen "Elementarteilchen" und "Unterwerfung" wütende Anfeindungen wie begeisterte Zustimmung erntete. Sie beschreibt die vielen Facetten - den Visionär, den Romantiker, den Künstler - und zeigt, dass kaum jemand die Stimmung unserer Zeit so gut erfasst wie Michel Houellebecq. Er zielt mit seinen Texten mitten ins Herz unserer Gesellschaft - weshalb auch kaum jemand eine so große Gemeinde von Anhängern und erbitterten Gegnern hat. Pünktlich zum 60. Geburtstag erscheint nun das Porträt, das dem Rätsel Houellebecq auf die Spur zu kommen versucht. (Rowohlt Berlin)
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Virginie Despentes: "Das Leben des Vernon Subutex"
Die literarische Sensation aus Frankreich: ein grandioses Sittengemälde unserer Zeit.
Wer ist Vernon Subutex? Eine urbane Legende, der letzte Zeuge einer Welt von "Sex, Drugs and Rock'n' Roll". Einer, mit dem unsere Zeit es nicht gut meint und der trotzdem für eine ganze Generation steht.
Als der Roman im Jahr 2015 in Frankreich erschien, erregte er unmittelbar großes Aufsehen. Wochenlang führte er die Verkaufsbestenlisten an, war für zahlreiche Preise nominiert, die Kritik überschlug sich. Erzählt wird die Geschichte von Vernon Subutex und seinem rasanten sozialen Abstieg. Mit seinem Plattenladen hat er Pleite gemacht und steht nun auf der Straße. Weil er sich und der Welt sein Scheitern nicht eingestehen will, nimmt er Zuflucht zu einer Notlüge, die es ihm ermöglicht, sich übergangsweise reihum bei seinen alten Freunden einzuquartieren, die er zum Teil seit Jahren nicht gesehen hat. So entsteht ein vielstimmiges Panorama einer Gesellschaft am Abgrund. Man begegnet den ganz normal Gescheiterten, den scheinbar Erfolgreichen, den Schrillen und den Durchgeknallten. Despentes erspart ihren Figuren nichts, lässt kein gesellschaftliches Thema unberührt, die Islamismusdebatte ebensowenig wie den Aufstieg der Rechten. So gelingt ihr ein beeindruckender literarischer Rundumschlag, ungestüm und trotzdem humorvoll, in dem jedes Wort sitzt, jeder Satz nachhallt. (Kiepenheuer & Witsch)
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Jürgen Kaube: "Die Anfänge von allem"
Seit wann gibt es den aufrechten Gang, und wie entstand das Wunder der Sprache? Wie kamen Religion, Recht, Handel, Geld, Musik oder Städtebau in die Welt? Wann begannen die Menschen, ihre Toten zu bestatten, und warum schätzen die meisten Kulturen die Monogamie?
Jürgen Kaube gibt Antworten auf diese Fragen, die uns in politischen und kulturellen Konflikten oft bis heute beschäftigen, und erzählt in aufregender Weise von den Anfängen der Menschheit.
Da ist etwa das Rätsel Sprache: Sie ist evolutionär nicht erklärbar, nicht einmal Menschenaffen haben einen zum Sprechen ausreichenden Rachenraum; ging Sprache womöglich aus dem Schmatzen hervor, als Nebeneffekt der Nahrungsaufnahme? Oder später die Schrift: Sie wurde keineswegs erfunden, um Gesprochenes festzuhalten, sondern kam um 8000 v. Chr. in Mesopotamien in die Welt - als bürokratische Merkhilfe beim Rinderzählen. Und das erste Geld um 12000 v. Chr. diente nicht dem Handel, sondern als religiöse Opfergabe - rührt daher seine kultische Verehrung?
Jürgen Kaube, Herausgeber der "FAZ" und renommierter Wissenschaftsautor, schildert spannend, aufschlussreich und immer wieder überraschend, wie die menschliche Kultur entstand - ein Buch über die Anfänge all dessen, was Menschsein für uns heute ausmacht. (Rowohlt Berlin)
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Michael Pye: "Am Rand der Welt. Eine Geschichte der Nordsee und die Anfänge Europas"
In "Am Rand der Welt" erzählt Michael Pye anschaulich, farbig und unterhaltsam die reiche Geschichte der Nordsee.
Die Nordsee ist das Meer der Wikinger und der Hanse. Aber sie ist noch viel mehr. Bereits im Mittelalter überquerten Heilige und Spione, Philosophen und Piraten, Künstler und Händler die graue See.
Michael Pye erzählt uns die spannendsten Geschichten der Nordsee bis hin zum 17. Jahrhundert: der Zeit, in der sie Europa zu dem machte, was es heute ist. Es sind Geschichten über den Wandel einer Region, in der Veränderungen, neue Entdeckungen, revolutionäre neue Vorstellungen, z. B. über die Ehe oder technische Innovationen, über das Wasser getragen wurden. Aber auch der Tod kam über die See, wie im Fall der Ratten, welche die Pest in weite Teile Europas trugen. Pye zeigt uns lebendig, was eines der gefährlichsten Gewässer unserer Erde zur Geburt Europas beigetragen hat. (S. Fischer)
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Mary Beard: "Cleopatras Nase. Neue Begegnungen mit der Alten Geschichte"
Die international bekannte Althistorikerin Mary Beard hat uns schon in "SPQR", der großen Geschichte des Römischen Reichs, die Welt der Antike so nah gebracht wie nie zuvor.
Auch in "Cleopatras Nase" unterhält sie mit erstaunlichen Geschichten aus dem alten Griechenland und Rom, deckt Irrtümer auf und zerstört Mythen. In kurzweiligen und unterhaltsamen Essays schildert sie unbekannte Details aus dem Alltagsleben von Sklaven, Soldaten, Frauen und Kindern. Wir erfahren, worüber die Griechen lachten und wie groß Alexander wirklich war, warum die Asterix-Comics so erfolgreich sind und die Ruinen Pompejis zum Anziehungspunkt für Touristen wurden. An Beispielen von Sappho bis zu Julius Cäsar, von der unbekannten griechischen Sklavin bis zum römischen Senator behandelt Mary Beard grundlegende Fragen und zentrale Momente der Alten Geschichte. So zeigt sie, wie gegenwärtig die Antike immer noch ist. (S. Fischer)
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Ernst Peter Fischer: "Hinter dem Horizont. Eine Geschichte der Weltbilder"
Was ist die Welt, und wie sieht sie aus? So lautet eine der ältesten Fragen der Menschheit, und noch heute begegnen wir ihr nicht anders als in Urzeiten: Wir entwerfen Weltbilder, die da anfangen, wo unsere Sinneswahrnehmung aufhört. Ernst Peter Fischer erzählt so spannend wie lehrreich die Geschichte jener Bilder, die den Menschen und seine Zeit spiegeln und zugleich fundamental prägen: von der babylonischen Vorstellung einer Scheibe unter dem Firmament, die sich auch im Alten Testament findet, über den Lebensbaum der Maya, der Himmel und Erde, Leben und Tod verbindet, bis hin zu den Aufnahmen, die den Erdball erstmals aus dem All zeigten. Fischer berichtet von Entdeckungsfahrten und Kartografie, von dem Blick durch das Teleskop wie durch sein Gegenstück, das Mikroskop - denn nicht nur im Größten, auch im Kleinsten, in Genen und Atomen, liegen Weltbilder begründet. Wie sich zeigt, hat die moderne Wissenschaft die Welt keinesfalls "entzaubert", sie hat nur unsere Horizonte verschoben. Doch wo liegen die Horizonte, die es heute noch zu überwinden gilt?
Ernst Peter Fischer nimmt das große Ganze in den Blick. Er erkundet eine Grundlage des menschlichen Selbstverständnisses, die Welt in unseren Köpfen - so ist diese Geschichte der Weltbilder auch eine Geschichte der Menschheit. (Rowohlt Berlin)
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Péter Nádas: "Aufleuchtende Details. Memoiren eines Erzählers"
Während Péter Nádas' Mutter am 14. Oktober 1942 in Budapest mit der Straßenbahn zur Entbindung fährt, liquidiert ein Einsatzkommando das Ghetto in Mizocz, Anne Frank zeichnet das Gewicht jedes Familienmitglieds auf, Jan Karski übermittelt in den Pyrenäen der polnischen Exilregierung Nachrichten des Widerstands, und Viktor Klemperer erhält in Dresden kein Brot. Jedes Ereignis, so Nádas, wirkt auf alle anderen Ereignisse ein - ob in der Politik oder der privaten Lebensgeschichte. Es sind jene Momente, die Geschichte fassbar machen und Erinnerung konstituieren - eben die "aufleuchtenden Details". Deren weitgespannten Verflechtungen folgen Péter Nádas' Memoiren nicht chronologisch, sondern assoziativ, wie in seinen großen Romanen. Und durch jede einzelne Episode und Epoche, die der Autor evoziert, zieht sich die geheime Frage: Wie bin ich zu dem geworden, der ich bin, wenn jede persönliche Erinnerung, jede Prägung, untrennbar mit Geschichte verstrickt ist? Wenn jeder Moment des Lebens nur die Spitze eines Eisbergs ist? In die finsteren Tiefen des 20. Jahrhunderts wirft, so Nádas, auch die europäische Aufklärung kaum noch Licht. Und so erzählt dieses Buch nicht zuletzt davon, wie Identität unter schwierigen Bedingungen wächst, während sie sich permanent im Strom der Zeit zu verlieren droht. Einer der größten europäischen Erzähler blickt hier zurück auf sein Leben, das bis ins kleinste, leuchtende Detail verbunden ist mit den großen Schicksalswendungen eines Kontinents im gewaltsamen Umbruch. (Rowohlt)
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