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Ferdinand von Schirach:
"Strafe"
(Rezension)

Henning Mankell:
"Der Sprengmeister"

Michael Ondaatje:
"Kriegslicht"

Fuminori Nakamura:
"Die Maske"
(Rezension)

Martin Walser: "Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte"
(Rezension)

Monika Sznajderman:
"Die Pfefferfälscher"
(Rezension)

Andreas Guski:
"Dostojewskij"
(Rezension)

Marjana Gaponenko:
"Der Dorfgescheite"

Christoph Hein:
"Verwirrnis"

Zoltán Danyi:
"Der Kadaverräumer"
  



László Krasznahorkai: "Baron Wenckheims Rückkehr"
"Jedes meiner Bücher soll die literarische Landkarte verschieben." László Krasznahorkai gelingt mit "Baron Wenckheims Rückkehr" ein Meisterwerk: ein Feuerwerk aus unerschöpflicher Erfindungsgabe, hellsichtiger Psychologie, abgründigen Themen und absurdem Humor.
Baron Wenckheim kehrt in das Ungarn von heute zurück: eine heruntergekommene Welt voller Verlierer. Die übersteigerten Hoffnungen aller richten sich an Wenckheim. Der in Buenos Aires zu vermeintlichem Weltruhm gekommene Sohn der Stadt soll sie retten. Doch zu viele spielen mit dem Feuer, und die Stadt steht voller geheimnisvoller Tankwagen. Die Explosion scheint jede Sekunde nah.
Mit seinem neuen Buch schließt Krasznahorkai an seine legendären Romane "Satanstango" und "Melancholie des Widerstands" an. (S. Fischer)
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Kenzaburô Ôe: "Der nasse Tod. Roman über meinen Vater"
Der neue Roman des japanischen Nobelpreisträgers.
Ein großes Lebensrätsel treibt Kenzaburô Ôe seit Jahrzehnten um: der mysteriöse Tod seines Vaters, der im Sommer 1945 während eines mächtigen Sturms in ein Boot stieg und im Fluss unter ungeklärten Umständen umkam. In seinem Roman schickt Ôe sein Alter Ego, den Schriftsteller Kogito Choko, in sein japanisches Heimatdorf. In einem geheimnisvollen roten Lederkoffer lagern Dokumente, die ihm dabei helfen sollen, die Geschichte des Vaters zu verstehen und endlich aufzuschreiben. "Der nasse Tod" ist ein meditativer Roman über die Beziehung zum Vater, über sein Vermächtnis, über Sterblichkeit und Erinnerung - und darüber, wie das Geschichtenerzählen heilen kann. (S. Fischer)
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François-Henri Désérable: "Ein gewisser Monsieur Piekielny"
Ein junger Mann stößt in Vilnius zufällig auf das Geburtshaus von Romain Gary. Dessen Roman "Frühes Versprechen" und der rätselhaften Gestalt des unscheinbaren Monsieur Piekielny verdankt er eigentlich sein Abitur. Denn Garys Roman war der einzige auf seiner Liste, den er überhaupt gelesen hatte, und über Monsieur Piekielny konnte er tatsächlich ein paar Sätze sagen. Wer war dieser Mann? Der vaterlose Gary, damals noch Roman Kacew, lebte in den 1920er-Jahren mit seiner Mutter in Vilnius. Während der Ehrgeiz der Mutter, die in ihrem Sohn das zukünftige Genie sah, eher für Belustigung sorgte, lud Monsieur Piekielny den jungen Romain zum Tee ein und bat ihn, sollte er einst berühmt werden, sich seiner zu erinnern und ab und zu seinen Namen zu erwähnen - was Gary später tatsächlich immer wieder tat. Er hat Monsieur Piekielny niemals vergessen.
Désérables Roman ist ein leichtfüßiges, kenntnisreiches, bewegendes und melancholisches Meisterstück, eine Hommage an Romain Gary, an die litauischen Juden und nicht zuletzt an die Nebenfiguren, die Unscheinbaren und Kleinen in der Weltliteratur. (C.H. Beck)
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John Wray: "Gotteskind"
Wie viele Achtzehnjährige ist Aden Sawyer auf ein einziges Ziel fixiert: endlich ihren beengenden Geburtsort zu verlassen. Ihr Plan wird sie weit vom Haus ihrer Mutter, in dem die Familienfotos zur Wand gedreht sind, und vom Einfluss ihres dominanten Vaters entfernen. Denn sie ist entschlossen, nach Peschawar in Pakistan zu reisen, um dort in einer Medrese den Islam zu studieren. Mit Hilfe eines Freundes organisiert sie die heimliche Reise. In Pakistan schlüpft sie in eine neue Identität, verkleidet sich als junger Mann und verbrennt sogar ihren Pass. Doch bald gerät sie in größere Gefahr, als sie sich jemals vorstellen konnte. Ihr Weg zur Erlösung ist lang und gefährlich, und er führt direkt in die Kriegswirren Afghanistans. Im Angesicht von Gewalt, Enttäuschung und Verlust muss Aden Entscheidungen fällen, die nicht nur ihren Glauben auf die Probe stellen, sondern ihr tiefstes Verständnis davon, wer sie ist.
John Wray verfolgt das Schicksal seiner jungen Heldin mit der zwingenden Logik der Paranoia, mit apokalyptischer Konsequenz und visionärem Blick und erzeugt so atemberaubende Spannung. (Rowohlt)
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Dietrich Grönemeyer: "Weltmedizin. Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Heilkunst"
Seit Jahrzehnten widmet sich Dietrich Grönemeyer leidenschaftlich der Frage, wie alternative Heilmethoden unsere Schulmedizin bereichern können. Dafür ist Deutschlands bekanntester Arzt um die ganze Welt gereist und hat Heiler und Schamanen gebeten, ihr jahrtausendealtes Wissen mit ihm zu teilen: Von Kräutermedizin, über Meditation, bis hin zur Traditionellen Chinesischen Heilkunst. Er machte sich dafür auf nach Afrika, Tibet, Brasilien, Australien, Korea und viele weitere Länder. Sein Wissen nutzt Grönemeyer jetzt, um wesentliche Fragen zu beantworten: Wie kann Meditation den Herzrhythmus regulieren? Werden Menschen durch Handauflegen gesund? Warum funktionieren Akupunktur und Ayurveda? So zeigt uns Grönemeyer, was wirklich heilt.
Es geht unter Anderem um: Tibetische Medizin, Schamanismus, Kräuterkunde der Aboriginies, Yoga, Hamam Meditation, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur, Schröpfen, Ayurveda, Phytomedizin, Naturmedizin/Bhutan, Tai Chi, Tuina/Shiatzu, Kampfkünste, Arabisch-Persische Medizin, Reflexzonentherapie, Massagen, Qi Gong, Traditionelle Afrikanische Medizin (TAM), Trance und La'au Lapa'au Pflanzenmedizin/Hawaii. (S. Fischer)
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Henning Mankell: "Der Sprengmeister"
Als junger Mann wird der Sprengmeister Oskar Johansson bei einer fehlgeleiteten Zündung schwer verletzt. Seine Freundin bricht ihm die Treue, und er heiratet ihre Schwester Elvira. Die beiden führen ein bescheidenes, entbehrungsreiches Leben, damit der knappe Lohn auch für drei Kinder reicht. Trotz seiner Verwundungen kehrt Oskar zurück in seinen Beruf. Er wird politisch aktiv und glaubt an eine Revolution, die nie kommt. Als sein Wohnblock abgerissen wird, kauft er auf einer Schäre ein Saunahäuschen, wo er im Sommer leben kann.
Henning Mankells erster Roman erzählt ein Arbeiterleben in der aufblühenden Industrie in Schweden und gibt den Benachteiligten eine unverwechselbare, eindrucksvolle Stimme. (Zsolnay)

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Jeffrey Eugenides: "Das große Experiment"
Spätestens seit seinem Welterfolg "Middlesex" ist bekannt, dass Jeffrey Eugenides über Liebe, Ehe und Familie auf geradezu süchtig machende Weise schreiben kann. Die Sammlung von Erzählungen, in den Vereinigten Staaten von Amerika seine erste überhaupt, zeigt ihn nun wieder auf der Höhe seiner Kunst.
"Das große Experiment" handelt von Menschen, die in Schwierigkeiten stecken - meist sind es Ehepaare, Paare. Da ist ein Familienvater, der im Garten an der Feuerstelle sitzt und auf sein Haus schaut, das er nach einem Seitensprung nicht mehr betreten darf. Da ist ein junges Mädchen, das von den indischen Eltern an einen Unbekannten verheiratet werden soll; um dem zu entgehen, verführt sie einen Mann, der nicht weiß, dass sie noch minderjährig ist, und wirft ihn dadurch aus der Bahn. Da ist ein Lektor, der viel arbeitet und trotzdem so wenig verdient, dass seine beiden Kinder oft woanders übernachten müssen, weil zu Hause das Geld fürs Heizen fehlt; also beschließt er, sich das dringend Benötigte selbst zu beschaffen, und veruntreut das Vermögen seines Chefs. Da ist die 88-jährige Della, die mit einer Demenz-Diagnose in ein Pflegeheim kommt; ihre langjährige Freundin entführt sie trotz Schneesturmwarnung in ein abgelegenes Haus. Und schließlich ist da noch die junge Frau, die sich per Bratenspritze ihren Kinderwunsch erfüllen will.
Verkappte Romane oder doch eher nicht? Jeffrey Eugenides, der "Epiker" unter den us-amerikanischen Romanautoren, ist auch ein Meister der kleineren Form - das zeigen diese virtuos komponierten und mit großer Menschenkenntnis erzählten Geschichten. (Rowohlt)

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Stewart O'Nan: "Stadt der Geheimnisse"
Jerusalem, 1947: Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, die Staatsgründung Israels steht unmittelbar bevor. Jossi Brand hat nichts mehr zu verlieren: Seine gesamte Familie, lettische Juden, wurde in Riga von den Deutschen ermordet. Er beschließt, Mitglied der zionistischen Untergrundorganisation Hagana zu werden, aus der nach der Staatsgründung die israelische Armee hervorgehen wird, reist nach Palästina und heuert in Jerusalem als Taxifahrer an. Seine Auftraggeber kennt er nicht, aber ihm ist klar, dass er nicht nur Touristen durch die Goldene Stadt kutschiert, sondern auch Männer, die Bomben im Handgepäck haben. Seine Kontaktperson ist die Prostituierte Eva, in die er sich wider besseres Wissen verliebt. Eva beschützt ihn, sie warnt ihn vor Attentaten. Doch als eine Bombe im berühmten Jerusalemer "King David Hotel" platziert wird, hört Brand nicht auf sie und setzt alles aufs Spiel.
Stewart O'Nan setzt diese Geschichte spannungsvoll in Szene. Das schillernde Jerusalem der vierziger Jahre wirkt schon nach wenigen Seiten ungeheuer vertraut. Und die moralischen Fragen, die der Roman aufwirft, bleiben einem lange im Gedächtnis. (Rowohlt)

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Anne-Gine Goemans: "Honolulu King"
Hardy Hardy, Betreiber eines indonesischen Imbissladens in Haarlem, hat mit seinen fast achtzig Jahren schon jede Menge erlebt: als Elfjähriger musste er auf Java mitansehen, wie Unabhängigkeitskämpfer seine Familie ermordeten. Einen Trost fand er als Erwachsener in der Hawaii-Musik, bei seiner Musikgruppe "Honolulu Kings" - und bei seiner Frau Christina, einer bildschönen Holländerin, der Liebe seines Lebens. Doch während sie immer tiefer in der Demenz versinkt, tritt seine eigene Vergangenheit zunehmend klarer ans Licht: Blieben die Morde an seiner Familie doch nicht ungesühnt? Hat Hardy sich gar selbst mit Schuld beladen? Er kann dem, was geschehen ist, nicht entfliehen, und muss sich den Dämonen seiner eigenen Geschichte stellen.
Ein großer Roman darüber, was war und was bleibt - und über ein außergewöhnliches Leben, bevölkert von Figuren, die dem Leser ans Herz wachsen.
Anne-Gine Goemans, geboren 1971, wuchs im Bollenstreek auf, dem berühmtesten Tulpenanbaugebiet der Niederlande. Sie beschäftigte sich mit "Ethnic Studies" und studierte an der Schule für Journalistik in Utrecht, wo sie später auch lehrte, sowie in Aix-en-Provence. Als freie Journalistin schreibt sie für Tageszeitungen und Magazine u. A. über kulturwissenschaftliche Themen. Aus einem journalistischen Projekt über die Kulturlandschaft der Tulpenfelder und die ganz eigene, farbenprächtige Welt des "Tulpenadels" entwickelte sich ihr erster Roman, "Ziekzoekers", für den sie 2008 den renommierten "Anton Wachter-Preis" für das beste literarische Debüt erhielt. Ihr zweiter Roman "Gleitflug", der 2011 erschien, war nominiert für den "BNG-Literaturpreis" sowie den "Libris-Literaturpreis" und wurde mit dem "Dioraphte-Preis" 2012 ausgezeichnet; er wird derzeit in den Niederlanden verfilmt. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern wohnt Anne-Gine Goemans in Spaarndam, einem Dorf in Noord-Holland.
(Insel)

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Josef H. Reichholf: "Das Verschwinden der Schmetterlinge"
Die Schmetterlinge sterben aus. Nur noch selten sehen wir Bläulinge, Schachbrettfalter oder Schwalbenschwanz. Der Kleine Feuerfalter und der Segelfalter sind bereits weithin verschwunden. Pestizide, Überdüngung und Monokulturen machen den Insekten den Garaus. Mit ihnen verschwinden die Vögel.
Der Biologe und Erfolgsautor Josef H. Reichholf analysiert die drohende ökologische Katastrophe. Doch er entführt uns auch in die wundervolle Lebenswelt der Schmetterlinge. Ein flammendes Plädoyer für den Schutz der Schmetterlinge, z.B. durch Biotope in jeder Kommune. Und ein Buch, das uns wie einst Nabokov der Faszination dieser zauberhaften Lebewesen erliegen lässt.
(Hanser)

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Maria Stepanova: "Aus dem Gedächtnis"
Ein Buch macht Furore, ein neues Genre ist erfunden: der "Metaroman". Liebesgeschichten und Reiseberichte, Reflexionen über Fotografie, Erinnerung und Trauma verschmilzt die Stimme der Autorin zu einer spannungsvollen essayistischen Erzählung. Im Zentrum steht eine weitverzweigte jüdisch-russisch-europäische Familie von Ärzten, Architekten, Bibliothekaren, Buchhaltern und Ingenieuren, die in unzivilisierten, gewaltgeprägten Zeiten ein stilles, unspektakuläres Leben führen wollten. Maria Stepanova durchmisst einen Gedächtnisraum, in dem die Linien des privaten Lebens haarscharf an den Abbruchkanten der Epochenlandschaft entlangführen. Sie sichtet Dinge aus "der Bibliothek einer anderen, untergegangenen visuellen Kultur", hinterlassen von Menschen, die sich wenig Mühe gaben, aufzufallen: "Bei allen anderen bestand die Familie aus Teilnehmern der Geschichte, bei mir nur aus ihren Untermietern".
In einer leichten, dichtgewebten poetischen Sprache, die von sinnlicher und intellektueller Anschauung zehrt, fügt Maria Stepanova ihre Fundstücke zu einem Panorama der Epoche. Prädestiniert, Opfer von Verfolgung und Repressionen zu werden, haben alle ihre Verwandten es geschafft, die Schrecken des 20. Jahrhunderts zu überleben. Wie war das möglich? Aus dieser Frage ist ein unvergleichliches Buch entstanden. (Suhrkamp)
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Alex Capus: "Königskinder"
Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der Französischen Revolution, ihren Anfang nimmt.
Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt. Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max' und Tinas Nacht in den Bergen. Ein hinreißendes Spiel zwischen den Jahrhunderten.
(Hanser)

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Paulo Coelho: "Hippie"
Als der rebellische junge Paulo aus Brasilien und die Holländerin Karla sich in Amsterdam begegnen, trifft sie die Liebe wie ein Blitz.
Sie beschließen, gemeinsam aufzubrechen und als Reisende auf dem "Hippie-Trail" Erfahrungen zu sammeln, nach eigenen Werten zu suchen und danach zu leben.
Mit an Bord sind ihre Freunde Rahul, Ryan und Mirthe sowie die Musik, die damals die Welt aus den Angeln hob. (Diogenes)
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Michael Ondaatje: "Kriegslicht"
Anno 1945 wird der vierzehnjährige Nathaniel mit seiner Schwester Rachel von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle "Falter", der sie in Obhut genommen hat, und dessen exzentrische Freunde kümmern sich fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Und was hat es zu bedeuten, dass die Mutter nach langem Schweigen aus dem Nichts wieder zurückkehrt? "Meine Sünden sind vielfältig", wiederholt sie, mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter als Spionin im Kalten Krieg aufzuspüren.
Fünfundzwanzig Jahre nach dem "Englischen Patienten" hat Michael Ondaatje ein neues Meisterwerk geschrieben.
(Hanser)

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Frédéric Beigbeder: "Endlos leben"
"Papa, ich möchte nicht, dass du stirbst." Dieser Satz seiner Tochter und die Feststellung, dass seine Attraktivität schwindet, führt den fünfzigjährigen Erzähler zu der Erkenntnis: Sein Körper verfällt und steht in keinem Verhältnis zu seiner geistigen Kraft. Ein uraltes Problem, analysiert er. Hat die Menschheit einen größeren Feind als den natürlichen Tod? Faust schloss damals einen Pakt mit dem Teufel, um ihm zu entgehen. Heute beschäftigen sich Genetiker und Mediziner mit der Unsterblichkeit. Wie weit entfernt liegt dieses Ziel? In Reichweite des Erzählers? Zusammen mit seiner Tochter begibt sich Beigbeder auf eine Reise und lotet mit Experten humorvoll, klug und sehr persönlich die Frage nach der ewigen Jugend aus. (Piper)
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Christoph Hein: "Verwirrnis"
Friedeward liebt Wolfgang. Und Wolfgang liebt Friedeward. Sie sind jung, genießen die Sommerferien, fahren mit dem Fahrrad die weite Strecke ans Meer, und reden stundenlang über Gott und die Welt. Sie sind glücklich, wenn sie zusammen sind, und das scheint ihnen alles zu sein, was sie brauchen. Doch keiner darf wissen, dass sie mehr sind als beste Freunde. Es sind die 1950er-Jahre, sie leben im katholischen Heiligenstadt, und für die Menschen um sie herum, besonders für Friedewards strenggläubigen Vater, ist ihre Liebe eine Sünde. Käme ihre Beziehung ans Licht, könnten sie alles verlieren. Als sie zum Studium nach Leipzig gehen - Friedeward studiert Germanistik, Wolfgang  Musik -, finden sie dort eine Welt gefeierter Intellektueller, alles flirrt geradezu vor lebendigem Geist. Und sie lernen sie Jaqueline kennen, die ihnen gesteht, dass sie eine heimliche Beziehung zu einer Dozentin hat. Zu viert besuchen sie die legendären Vorlesungen im Hörsaal vierzig, gehen ins Theater, tauchen gemeinsam ein ins geistige Leben der Stadt.Und da reift in den drei Freunden der Plan: Wäre es nicht die perfekte "Tarnung", wenn einer von ihnen Jacqueline zum Schein heiraten würde?
In seinem neuen Roman erzählt der große deutsche Chronist Christoph Hein bewegend von einer Liebe, die über Jahre hinweg allen Widrigkeiten trotzt - und zeichnet zugleich ein lebendiges Panorama deutschen Geisteslebens. (Suhrkamp)
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Richard A. Muller: "Jetzt. Die Physik der Zeit"
Sie lesen jetzt das Wort "jetzt" - und schon ist es vergangen. Das flüchtige Dasein der Gegenwart hat Philosophen und Physiker vor die größten Rätsel gestellt: Was ist die Zeit? Und warum fließt sie? Generationen von Wissenschaftlern haben sich vergeblich um Antworten bemüht, einige haben es aufgegeben. Nicht so Richard A. Muller. Er hat eine Theorie der Zeit aufgestellt, die neu ist und experimentell überprüfbar. Um sie vorzustellen, erklärt er zunächst mit großem Geschick die physikalischen Grundkonzepte wie Relativität, Entropie, Verschränkung, Antimaterie und Urknall. Darauf aufbauend entfaltet er seine provozierend neue Sicht mit all ihren Folgen für die Philosophie oder die Frage nach der Willensfreiheit. Eine kraftvolle und überzeugende Vision für die Lösung des alten Rätsels der Zeit. (S. Fischer)
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Steve Brusatte: "Aufstieg und Fall der Dinosaurier. Eine neue Geschichte der Urzeitgiganten"
Noch immer haftet den Dinosauriern der Ruf der schwerfälligen, primitiven Monster an, die zu groß waren, um zu überleben. Doch bevor sie von der Erdoberfläche verschwanden, beherrschten die faszinierenden Giganten länger als 150 Millionen Jahre unseren Planeten. Modernste Technologien und spektakuläre Funde erlauben nun neue Einblicke in ihre Erfolgsgeschichte.
Steve Brusatte, einer der führenden Paläontologen der Welt, führt uns anschaulich durch das untergegangene Reich der Dinosaurier. Lebendig erzählt er ihre Geschichte von den ersten Rieseneidechsen bis zum Aussterben. Dabei gibt er spannende Einblicke in seine Forschung und berichtet von spektakulären Ausgrabungen, etwa von Fleischfressern, die sogar größer waren als der Tyrannosaurus rex. (Piper)
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Martin Prinz: "Die unsichtbaren Seiten"
Ein kleiner Junge an einem Schulvormittag in der Pausenhalle. Er dreht sich im Kreis und sagt sich: Ich bin der König von Lilienfeld. Es ist das Jahr 1980, sieben Jahre ist er alt. Sein Großvater amtiert seit knapp dreißig Jahren als Bürgermeister.
Der neue Roman von Martin Prinz beginnt in einer Welt, in der an manchen Hausfassaden noch Einschusslöcher aus dem Weltkrieg klaffen, setzt ein mit dem Blick eines Buben, der das Wort Politik lange kannte, bevor er es verstand. Hier treffen nächtliche Parallelwelten des Lesens auf Vorstellungen von radioaktiven Wolken oder jenen des Eisernen Vorhangs. In rasanter Engführung wechseln Jetztzeit-Passagen des heutigen Schriftstellers mit dem Aufwachsen eines Kindes in Österreich und Umgebung.
Wie lässt sich das unauflösliche Ineinander von Politik und Familie, von realen Ereignissen und ihrer Erzählung in Balance halten? Wie der Blick eines Schriftstellers mit dem eines früheren Königs von Lilienfeld?
Im Haus der Großeltern entdeckt der Schriftsteller Bilder aus dem Jahr 1995: Aufnahmen, in denen es keine Motive mehr gibt. Stattdessen das Festhalten alltäglicher, zufälliger Perspektiven. Die letzten Fotografien des demenzkranken Großvaters. Damit ist der Weg des Erzählens vorgegeben.
"Die unsichtbaren Seiten": Ein Heimatroman als Entwicklungsroman eines Schriftstellers.
(Insel)
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Dirk van Laak: "Alles im Fluss. Die Lebensadern unserer Gesellschaft"
Von Brücken und Straßen bis zu Datennetzen: Warum in der Moderne alles fließen muss - eine globale Geschichte der Infrastrukturen.
Sie sind die Lebensadern unserer Zivilisation: Datenautobahnen, Stromversorgung, Kanäle und Satelliten. In einem großen Überblick erzählt der Historiker Dirk van Laak elegant und anekdotenreich, wie diese Netze, Infrastruktur genannt, in den letzten 200 Jahren die Welt und den Alltag verändert haben. Ohne sie wären weder der moderne Haushalt noch Fernsehen, Internet und "Smartphones", weder Kolonialismus noch Globalisierung möglich gewesen. Doch ob Wasser, Güter oder Verkehr: Alles muss fließen, sonst geht gar nichts mehr. Dabei sind die Infrastrukturen von Anfang an stetig ausgebaut worden - immer mehr, immer schneller ist bis heute die Devise.
Dirk van Laak zeigt nicht nur, wie zentral diese oft unterhalb unserer Wahrnehmungsschwelle liegenden Strukturen heute sind. Er führt auch vor Augen, wie wichtig es ist, für die Zukunft Konzepte zu entwickeln, um sie zu betreiben und zu erhalten - und fragt, ob ein Innehalten nicht manchmal klüger wäre als der permanente Ausbau. (S. Fischer)
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Rachel Cusk: "Kudos"
Faye ist Schriftstellerin und unterwegs, ihren neuen Roman vorzustellen. Für sie scheint diese Reise lebensentscheidend. Nicht nur hofft sie, endlich die ihr gebührende öffentliche Anerkennung zu finden, sie sucht vor allem Abstand zu einer privaten Katastrophe. Sie begegnet Kollegen, die sich um Kopf und Kragen reden, sie bestreitet Bühnengespräche, in denen man ihr nicht zuhört, und sie gibt Interviews, ohne wirklich selbst zu Wort zu kommen. Doch je mehr sie sich auf die Anderen einlässt, desto deutlicher wird Faye, was jenseits all der Geschichten und Fiktionen liegt, mit denen die Menschen sich fast obsessiv wappnen. Die Konsequenz, die Faye für sich daraus zieht, ist einleuchtend - führt sie aber geradewegs zurück in die Bodenlosigkeit ihrer persönlichen Situation.
Was verbergen wir, indem wir uns zeigen? Und warum wissen wir am wenigsten darüber, was uns am meisten bewegt? (Suhrkamp)
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Zoltán Danyi: "Der Kadaverräumer"
Die Rede war von fünf toten Füchsen, die an der ungarisch-serbischen Grenze auf der Straße lagen. Als die Männer vom Räumkommando dort ankommen, sind es Dutzende Kadaver, auch Hunde und Katzen - erschossen, wie sich herausstellt, von Grenzposten, die sich die Zeit vertreiben wollten. Der Krieg auf dem Balkan ist lange vorbei, dennoch sind es Erlebnisse wie diese, die den Erzähler in seine Vergangenheit zurückstoßen.
Im Garten einer Berliner Klinik, in der er gestrandet ist, um seine quälenden Verdauungsprobleme loszuwerden, holt ihn die Musik eines Kusturica-Films ein, und er bricht in Tränen aus, "vielleicht, weil sie an die Oberfläche brachte, wovor er gerne weggelaufen wäre, jene alles verwüstenden, alles ausbeinenden Jahre, die einfach kein Ende nehmen konnten oder wollten, die immer noch andauerten".
Wer ist dieser Erzähler, der in einem reißenden Redestrom zwischen den traumatischen Schauplätzen seines Lebens hin und her taumelt? Einem Kadaverräumkommando angehörte, das einmal eine ganz andere Aufgabe übernommen hatte? Ist er Opfer, Täter? Ein Überlebender, der im Sprechen Heilung sucht?
Der Jugoslawienkrieg und sein Nachleben haben Zoltán Danyi nie losgelassen - fast zwei Jahrzehnte lang scheiterte er an dem Versuch, eine monströse Realität einzufangen, die ihn selbst fast verschlungen hätte. Eines Tages war der Ton da - ein Klang, der einen beim Lesen bezwingt. Der Text schillert wie die Oberfläche eines verseuchten Gewässers. Schicht für Schicht wird sie abgedeckt. Ein Buch, gebaut wie ein komplexes Musikstück, dessen Schönheit Distanz und Berührung gewährt. (Suhrkamp)
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Martin Suter: "Allmen und die Erotik"
Nicht nur Gefällig-Harmloses lässt sich in edles Porzellan gießen, sondern auch Deftig-Anzügliches in vollendeter Kunst.
Allmen und Carlos geraten an einen geheimen Schatz wertvoller Porzellanfigürchen für Liebhaber der expliziten erotischen Darstellung. Ein Fall, der sie gehörig ins Schwitzen bringt. Denn sie ermitteln nicht ganz freiwillig. Ein erpresserischer Komplize hat sie in der Hand ...
(Diogenes)
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Marjana Gaponenko: "Der Dorfgescheite. Ein Bibliothekarsroman"
Der einäugige Ernest Herz hat, erschöpft von seinem exzessiven Liebesleben, den Posten des Bibliotheksleiters im Stift W. angenommen und besinnt sich auf seine nicht minder große, andere Leidenschaft - das alte Buch. Jene Wohnung, die er im Kloster bezieht, hatte seinem Vorgänger, Pater Mrozek, gehört, der auf eine kuriose Art Selbstmord begangen hat. Ernest Herz muss feststellen, dass er mit seiner Vision einer zeitgemäßen Bibliothek in der konservativ-klerikalen Gesellschaft des Klosters auf Widerstände stößt, dass mit seinem mitgebrachten Telefunkenradio etwas nicht zu stimmen scheint, weil es nur noch "Radio Gabriel" empfängt, und dass der Selbstmord seines Vorgängers zahlreiche Fragen aufwirft. Eines Tages findet der Bibliothekar in einem Versteck ein Exemplar des mittelalterlichen Verkaufsschlagers "Dialogus maracolum". Dem Buch fehlt der Einband, die Neugierde des Bibliothekars ist geweckt, er versucht nun nachdrücklich herauszufinden, was seinen Vorgänger dazu getrieben haben könnte, sich umzubringen. Weiß der junge, verstörend schöne Kellner der Gastwirtschaft "Zum Lamm" unten im Dorf vielleicht mehr?
Skurril, komisch und liebevoll, mit ihrem unnachahmlichen Blick für das schräge Detail, macht Marjana Gaponenko die Welt der Bibliothek zum spannend-abgründigen Schauplatz. (C.H. Beck)
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Ralf Rothmann: "Der Gott jenes Sommers"
Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Mathilde, genannt Tilly, mit ihrer Mutter und der älteren Schwester Louisa aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist Louisa plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Tilly unter der Last des Unerklärlichen zusammen.
War Ralf Rothmanns großer, in fünfundzwanzig Sprachen übersetzter Roman "Im Frühling sterben" ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist "Der Gott jenes Sommers" eine ebenso erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: "Ich hab alles erlebt." (Suhrkamp)
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Jonathan B. Losos: "Glücksfall Mensch. Ist Evolution vorhersagbar?"
Evolution - Zufall oder Schicksal? Jonathan B. Losos hat faszinierende neue Antworten auf die großen Fragen der Evolution.
Konnte die Evolution gar nicht anders, musste sie als Krone der Schöpfung den Menschen hervorbringen? Oder würden heute Dinosaurier über die Welt herrschen, wenn vor 66 Millionen Jahren kein Asteroid auf der Erde eingeschlagen wäre? Dem Evolutionsbiologen Jonathan Losos gelang bei seiner Forschung an Eidechsen etwas, wovon Darwin nicht einmal zu träumen wagte: der Evolution bei ihrem Werk zuzusehen und zu beweisen, dass Evolution sich wiederholt. Auf einer faszinierenden Reise um den Globus lehrt uns der begnadete Erzähler Losos, dass die Evolution nicht würfelt - und die Menschheit ihre Existenz dennoch dem Glück zu verdanken hat. (Hanser)
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Stephan Thome: "Gott der Barbaren"
China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts - in Hongkong, Shanghai, Peking - begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss.
In seinem packenden neuen Buch erzählt Stephan Thome eine Vorgeschichte unserer krisengeschüttelten Gegenwart. Angeführt von einem christlichen Konvertiten, der sich für Gottes zweiten Sohn hält, errichten Rebellen in China einen Gottesstaat, der in verstörender Weise auf die Terrorbewegungen unserer Zeit vorausdeutet. Ein großer und weitblickender Roman über religiösen Fanatismus, über unsere Verführbarkeit und den Verlust an Orientierung in einer sich radikal verändernden Welt. (Suhrkamp)
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