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Matthias Nawrat: "Das glückliche Schicksal"
"Selbst der Himmel über den Gebäuden schien ihr ein ganz anderer zu sein als in Krakau. Der Geruch war anders - eine Art von Parfüm? Die Abgase schienen andere Abgase zu sein."
Die junge Psychologin Wanda ist nach Venedig gereist, um den seit Langem dort im Exil lebenden Wissenschaftler Mrugalski zu seiner Forschung zu befragen. Oder geht es mehr noch um sein Leben? Zwischen ihnen, scheint es, steht ein Verdacht. Beide spielen nicht mit offenen Karten, und doch verbindet sie eine womöglich schicksalhafte Beziehung, die darüber, was sie heute sind, hinausweist.
Mit seinem neuen Roman kehrt Matthias Nawrat zurück zum großen zeitgeschichtlichen Erzählen. "Das glückliche Schicksal" folgt zwei Generationen auf ihrem Weg durch die Systeme, führt tief hinein in die jüngere europäische Geschichte und zu den Fragen, vor die das Menschsein uns stellt. Wem kommen wir nahe? Wie können wir verantwortlich leben? Wie hängen, wenn Geschichte und Bürokratie über unser Schicksal bestimmen, Glück und Moral zusammen?
Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, emigrierte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg und lebt heute in Berlin. (Rowohlt)
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Fleur Jaeggy: "Mutmaßliche Leben"
Sie hausten prekär, litten an Tuberkulose, verzweifelten an der Wirklichkeit. Sie waren Visionäre, Träumer, Genies - und hochgradig opiumabhängig. Sie experimentierten mit Lachgas, aßen rohes Fleisch, um "prachtvolle Träume" herbeizuführen, wähnten sich unter den Inkas und von "blauen Teufeln" umringt, glaubten, vergiftet worden zu sein, reisten Robert Louis Stevenson hinterher, und was sie suchten, blieb ihnen meist verborgen. Thomas De Quincey, John Keats, Marcel Schwob: Fleur Jaeggy legt mit "Mutmaßliche Leben" drei biografische Skizzen von Schriftstellern vor, denen die Welt viel zu winzig schien und die mit ihren Texten und ihren Spleens die Grenzen des Denkbaren sprengten.
Geschichten wie Rasierklingenschnitte - einschneidend und virtuos verdichtet erzählt Fleur Jaeggy von opiumabhängigen, halluzinierenden und irrwitzigen schriftstellerischen Genies. (Bibliothek Suhrkamp)
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Joanna Bator: "Die Flucht der Bärin"
In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als sie ihn gegen Mittag anruft, klingelt sein Mobiltelefon in der Ferienunterkunft. Und als sie am Strand steht, weiß sie sofort: Hier ist er nicht. Aus Stunden des Suchens werden Tage, Wochen, Monate - nichts in diesen Geschichten ist, was es ist. Ob etwa die todkranke Frau, der im Wald immer wieder zwei geisterhafte Kinder begegnen, noch in der Realität oder schon in einer Zwischenwelt lebt, bleibt in der Schwebe. Und das seit Jahrzehnten leerstehende Hotel "Sudeten", in dem eine seltsame Gesellschaft haust - ist es ein Nachtasyl oder vielleicht doch eine psychiatrische Klinik?
Alles, was Joanna Bator in klarem, hartem Duktus erzählt, ist in ein Zwielicht getaucht. Sechzehn romanhaft verschränkte unheimliche Erzählungen, die uns dieselben Protagonisten in ständig neuer Perspektive zeigen. Während wir sie lesend immer besser kennenlernen, verirren wir uns immer tiefer in einem Spiegellabyrinth. (Suhrkamp)
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John Irving: "Königin Esther"
Jimmy Winslow hat zwei Mütter. Honor, die ihn aufgezogen hat, schickt ihn als Studenten von New Hampshire nach Wien, wo er Vater werden soll. Das Wien der 1960er-Jahre ist ein Ort voller Geheimnisse und Versuchungen, und Jimmy springt kopfüber hinein und ist dabei immer auch auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter Esther Nacht. Was er erlebt, ist eine spektakuläre Achterbahnfahrt, wie sie nur das Leben in John Irvings Büchernschreiben kann - voller großer Gefühle, unglaublicher Wendungen und Figuren, die uns nicht mehr loslassen. (Diogenes)
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Siri Hustvedt: "Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung"
Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte. Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat. In diesem großen Werk der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen; es lässt eine einzigartige Liebes- und Lebensgemeinschaft wiedererstehen: die des legendär gewordenen Autorenpaars aus Brooklyn. (Rowohlt)
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Jörg Baberowski: "Am Volk vorbei. Zur Krise der liberalen Demokratie"
Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Offenbar gibt es keinen Konsens in der Frage, was sie eigentlich sei und wie sie beschaffen sein müsse, um die Erwartungen derjenigen zu erfüllen, die ihren Verfall beklagen.
Jörg Baberowski erzählt eine andere Geschichte der Demokratie. Eine, die hinter die Kulissen blickt und Illusionen offenlegt. Dazu gehört die Erkenntnis, dass alle Beziehungen zwischen Menschen von Macht durchzogen sind, auch in der Demokratie. Und die Tatsache, dass das Volk zwar der Souverän sein soll, sich aber nicht selbst regieren kann, also repräsentiert werden muss. Überall müssen diejenigen, die sich auf das Volk berufen, dem kritischen Blick derer standhalten, die sie zu vertreten vorgeben. Im Modell der Repräsentation ist der Populismus daher als Möglichkeit immer schon enthalten. Anstatt den Widerspruch von unten als unanständige Regung des "Pöbels" zu sehen, sollte man sich an die größte Stärke der Demokratie erinnern: dass sie es erlaubt, auch im Streit mit Anderen im Einklang zu sein. Gegner sollten nicht zu unerbittlichen Feinden werden, die Demokratie sollte unbequemen Meinungen deshalb einen Raum zu ihrer Entfaltung geben. Denn stets kann der Verlierer von heute der Gewinner von morgen sein. Dieses Buch ist daher ein Versuch, es Allen und Keinem Recht zu machen und den Streit als das zu erweisen, was er ist: der eigentliche Kern der Demokratie. (C.H. Beck)
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Florian Freistetter: "Die Farben des Universums"
Welche Farbe hat das Universum? Wer an das All denkt, stellt sich unendliche schwarze Weiten vor. Tatsächlich ist der Weltraum ein unvorstellbar buntes Kaleidoskop. Dem menschlichen Auge bleibt dieser kosmische Regenbogen allerdings verborgen - um ihn sichtbar zu machen, braucht es ausgeklügelte Teleskope und die Augen der Astronomie. Florian Freistetter weiß, wie man sie scharfstellt! Er nimmt uns mit auf eine wilde Reise durch grüne Galaxien, zu orangen Zwergen und mitten hinein in die Farbwirbel schwarzer Löcher.
Was verraten violette Planeten über den Ursprung des Lebens? Warum haben rote Planeten die Menschen immer wieder zu Mythen und Geschichten inspiriert? Und was hat das Universum mit Latte Macchiato zu tun? Die bunteste Geschichte des Alls seit 13,8 Milliarden Jahren! (Hanser)
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Thomas Hettche: "Liebe"

Zärtlich und voller Leidenschaft erzählt Thomas Hettche von einer späten und umso unbedingteren Liebe. Sein neuer Roman nähert sich ihrem Wesen, ihrem Wunder und ihrem Abgrund.
Max stellt künstliche Augen her. Er ist Okularist. In seiner Praxis, über der Flamme des Bunsenbrenners, formt er feine Glaskugeln, versieht sie mit farbigen Äderchen, Iris und Pupille. Max weiß von der stillen Sprache der Blicke. An den Blitzschlag der Liebe aber glaubt er mit Anfang sechzig nicht mehr.
Bis er eines Sommerabends Anna begegnet und ihn die Gefühle in ungekannter Wucht überwältigen. Anna geht es genauso, doch sie ist verheiratet, und so bleiben den beiden immer nur Tage, das zu leben, was nicht sein darf. Und immer sind da die Erinnerungen, die Träume, die Schatten. Das stürzt Max in Verzweiflung, denn er weiß, er hat seine große Liebe gefunden. Und er ahnt, dass sie ihn auf eine unheimliche Probe stellen wird. (Kiepenheuer & Witsch)
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Jón Kalman Stefánsson: "Himmelskörper am Rande der Welt"
Aufgewühlt schreibt Pfarrer Pétur einen Brief an seine Tochter und schildert, was seine kleine isländische Gemeinde erschüttert: In den Westfjorden werden 1615 über dreißig gestrandete Walfänger gemeuchelt. Wie nur, fragt Pétur, können gute Menschen so grausam, so barbarisch sein?
"Himmelskörper am Rande der Welt" spricht aus einer fernen Zeit zu unserer Gegenwart - über Liebe, Menschlichkeit und die Verantwortung, die wir füreinander tragen. In einer von Leidenschaft und Neugier geprägten Epoche ringt ein Pfarrer mit dem Glauben und muss entscheiden, ob er der Macht oder der Wahrheit dient. (Piper)
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Daniel Damler: "Masaya"
Mittelamerika, 1529: Als Gesandter des spanischen Königs soll Fernández de Oviedo den Vulkan Masaya erkunden. Ist er das Tor zur Hölle, wie die Einheimischen meinen? Oder die Pforte zu allen Reichtümern der Welt? Während der gefährlichen Expedition durch dichten Urwald und über karge Höhen denkt Oviedo zurück: an sein Leben bei Hofe als Vertrauter des Infanten, seine Zeichenstunde mit Leonardo da Vinci, an den Besserwisser Kolumbus oder die Königin Johanna, die sie die Wahnsinnige nannten und die doch klüger als alle Anderen war. Aber die Neue Welt zeigt sich bald weniger unberührt, als es scheint. Oviedo trifft auf bewaffnete Frauen, deutsche Schmetterlingsjäger, verdächtig gelehrte Einheimische und allerlei unerklärliche Phänomene. In der dünnen Bergluft sucht er nach der Wahrheit - über diesen Erdteil, dessen Eroberung und über sich selbst.
Fernández de Oviedo (1478-1557), Naturforscher und Entdecker, war das große Vorbild Alexander von Humboldts. "Masaya" erzählt wie nebenbei sein illustres Leben und entfaltet das Panorama einer Epoche, die in ihren wankenden Wahrheiten unserer Zeit verblüffend ähnlich ist.
Daniel Damler, geboren 1975, arbeitet als Anwalt, lehrt an der Universität Tübingen und forscht am "Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie". Er schreibt regelmäßig für das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Daniel Damler lebt in Frankfurt am Main. "Masaya" ist sein erster Roman. (Rowohlt Berlin)
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