Christian Dickinger:" Ha-Ha-Habsburg"
Eine wirklich wahre Familiengeschichte
Angefangen mit Rudolf I. bis zum letzten, erst vor wenigen Jahren geborenen männlichen Spross der Familie Habsburg rollt Christian Dickinger die Geschichte dieser für Österreich so lange bedeutsamen Dynastie auf. Er tut dies auf ironische, unterhaltsame und angenehm zu lesende Art und Weise. So ist hier sein (nicht erster) Versuch gelungen, österreichische Geschichte zu erzählen, ohne Langeweile entstehen zu lassen.
Der Autor hat einen erfrischend wenig ehrfürchtigen Zugang zu diesem lange mächtigen Adelsgeschlecht und distanziert sich deutlich von melancholisch-verklärenden Darstellungen der Habsburger und ihrer Regierungszeit, die es oft genug in Literatur und Film gegeben hat. Je ein Kapitel ist einem einst regierenden Familienmitglied gewidmet, in dem selbiges auch stets "sein Fett abbekommt". Zu häufig waren herrschende HabsburgerInnen der Aufgabe und Verantwortung ihrer Position zu wenig gewachsen und wurden mit Verehrung zu reich beschenkt.
Zum anderen gab es auch MitgliederInnen des Hauses - Abtrünnige und "Schwarze Schafe" - die mit guten zukunftsorientierten Ideen oder Konzepten nicht zum Zug kamen oder sich von vornherein dem Familienverband völlig entzogen. Ihre kurz angerissenen oft tragischen Lebensverläufe geben nicht zuletzt Aufschluss über den ehemals herrschenden "Clan". Für alle zu empfehlen, die sich ein Wiederauffrischen oder Erweitern ihres Wissens zum Thema Familie Habsburg auf eine nicht ganz so ernste Art gönnen wollen.
(ama)
Christian Dickinger:" Ha-Ha-Habsburg"
Eine wirklich wahre Familiengeschichte
Ueberreuter,
Wien 2001. 207 Seiten. ISBN 3-8000-3809-9.
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