| John Irving |
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John Wallace Blunt Jr., so der Geburtsname des Autors, dessen Name in John Winslow Irving geändert wurde, als der Knabe im Alter von sechs Jahren von seinem Stiefvater adoptiert wurde, kam am 2. März 1942 in Exeter (New Hampshire) zur Welt. Sein Stiefvater war Professor für russische Geschichte, seine Mutter Krankenschwester. John Irvings unerkannte Legasthenie beeinträchtigte das schulische Fortkommen, sportlich waren ihm als Jugendlicher Erfolge im Ringen vergönnt. (John Irving war jahrelang ein passionierter Amateurringer.) Allerdings verschlang er als Kind trotz seiner Leseschwäche Klassiker der Weltliteratur; ein wahrer Bücherwurm soll er gewesen sein. Im Alter von 19 Jahren wusste John Irving genau, wie er sich seine Zukunft vorstellte: Er wollte Ringen und Romane schreiben. ("Schreiben ist wie Ringen. Man braucht Disziplin und Technik. Man muss auf eine Geschichte zugehen wie auf einen Gegner.") Nach einem Studium in Pittsburgh und New Hampshire ging er im Rahmen eines Auslandsstudienprogramms an das Institute for European Studies in Wien, wo er reichlich Stoff für seine frühen Geschichten fand. In der österreichischen Großstadt besuchte John Irving oftmals den Schönbrunner Tiergarten, saß in Cafés, las "Die Blechtrommel" von Günter Grass und schrieb "Lasst die Bären los!".
"In einer Person"
Auf der Laienbühne seines Großvaters in Vermont lernt William, dass gewisse
Rollen sehr gefährlich sind. Und dass Menschen, die er liebt, manchmal ganz
andere Rollen spielen, als er glaubt: so wie die geheimnisvolle Bibliothekarin
Miss Frost.
Denn wer sich nicht in Gefahr begibt, wird niemals erfahren, wer er ist ... (Diogenes)
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