-blau-

taubenschlaf brütet auf meinem mund
seine achillesferse-.
sacht und bauchatmend pulsend,
wie eine brise klopfender windsflügel.

trocken reiben ertränkte worte
einen himmelskörper auf,
von dem ich annahm,
er bedrohe handgelenke und gefässe.

ich weiss nichts, von einem gott
über unseren sich verrenkenden köpfen-.
nichts von einem versprechen,
welches mir seine zunge log.

muscheln wringt er aus in ein blau-,
ein zufälliges endenmeer;
lässt sie fliegen und fliegen und flüstern,
bis dass ihr blut in uns strömt,

und ich glaubte,
nur sie sind's und vielleicht mit ihnen
du-, die mich auffüllen und ausleeren,
wie erdbeerreiferote spätliebe.

 

(Connie Schmerle)

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